Zypern: Wiedervereinigungsgespräche stehen bevor [DE]

Griechische und türkische Zyprioten haben sich am 25. Juli 2008 darauf geeinigt, direkte Gespräche über die Wiedervereinigung der Insel aufzunehmen und dafür die volle Unterstützung der EU erhalten. Ein neu ernannter UN-Vermittler ist gestern (27. Juli 2008) in Zypern eingetroffen, um die Aufnahme der historischen Gespräche am 3. September zu unterstützen. 

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Griechische und türkische Zyprioten haben sich am 25. Juli 2008 darauf geeinigt, direkte Gespräche über die Wiedervereinigung der Insel aufzunehmen und dafür die volle Unterstützung der EU erhalten. Ein neu ernannter UN-Vermittler ist gestern (27. Juli 2008) in Zypern eingetroffen, um die Aufnahme der historischen Gespräche am 3. September zu unterstützen. 

Zyperns Präsident Dimitris Christofias und der türkisch-zypriotische Volksgruppenführer Mehmet Ali Talat werden die Gespräche am 3. September 2008 aufnehmen. Diese werden von Alexander Downer, dem neuen UN-Zypernbeauftragten und ehemaligen australischen Außenminister, geleitet. 

Während der Gespräche müssen schwierige Themen wie die militärische Besetzung Nordzyperns durch die Türkei angesprochen werden. Die Rückgabe von im besetzten Gebiet beschlagnahmten Besitztümern an deren rechtmäßige Besitzer stellt ebenfalls eine große Herausforderung dar.

Presseberichten zufolge, in denen UN-Quellen zitiert werden, werde die künftige Einigung in getrennten Referenden von beiden Teilen der Insel bestätigt werden müssen.

Ein früherer Friedensplan, der von der UN unter der Präsidentschaft Tassos Papadopoulos entworfen worden war, wurde im Jahr 2004 von den griechischen Zyprioten in einem Referendum abgelehnt, die damit eine Unterbrechung der Friedensgespräche für vier Jahre herbeiführten. Die türkischen Zyprioten hatten den Friedensplan angenommen. 

In der Zwischenzeit stellte Christofias die Struktur eines wiedervereinigten Zyperns dar. In einer Rede im Fremdenverkehrsort Paphos sagte er, Zypern nähme die Form eines Föderalstaats an, mit einer wechselnden Präsidentschaft und einem kleinen inneren Kabinett, das für EU-Angelegenheiten zuständig wäre.