Von der Leyen bleibt Reserve-Kanzlerin
Die Chancen der Arbeitsministerin Ursula von der Leyen auf das Bundespräsidentenamt sind offenbar wieder gesunken. Damit bleibt die CDU-Politikerin weiterhin Nummer eins als Reserve für das Bundeskanzleramt, sollte eines Tages eine Nachfolge für Angela Merkel benötigt werden.
Die Chancen der Arbeitsministerin Ursula von der Leyen auf das Bundespräsidentenamt sind offenbar wieder gesunken. Damit bleibt die CDU-Politikerin weiterhin Nummer eins als Reserve für das Bundeskanzleramt, sollte eines Tages eine Nachfolge für Angela Merkel benötigt werden.
In der Nacht auf Freitag, spätestens aber Freitag Mittag soll der Name des neuen Staatsoberhaupts fallen und öffentlich bekannt gegeben werden. Bis Dienstag sollen die Bundesländer ihre Vertreter für die Bundesversammlung nominiert haben. Die Wahl durch die Bundesversammlung selbst findet am 30. Juni statt.
Wenige Stunden vor der avisierten Nominierung des Nachfolgers von Horst Köhler taucht Ursula von der Leyen nicht mehr als Favoritin auf. Gestern und sogar noch heute schien alles auf sie zuzulaufen.
Karten für andere Top-Karriere offen
Damit hält sich die weitgehend populäre Politikerin ihre Karten für eine andere Karriere offen. Sie behält ihre Rolle als potenzielle Reservekanzlerin, sollte eine Nachfolge für Angela Merkel gebraucht werden. Bis jetzt gibt es keinen anderen Namen in der CDU, der sich für diesen Fall der Fälle aufdrängen würde.
Momentan scheint Christian Wulff (CDU), Ministerpräsident von Niedersachsen, die besten Karten zu haben. Aber auch Bundestagspräsident Norbert Lammert (ebenfalls CDU) darf sich Chancen ausrechnen.
Merkel trifft heute mit den Ministerpräsidenten der CDU-regierten Länder zusammen.
Baden-Württemberg betroffen über den Abgang eines Landsmanns
Spitzenpolitiker der Union in Baden-Württemberg bedauern zwar, durch Köhlers Rücktritt einen ihrer Landsleute an der Spitze des Staates verloren zu haben. Allerdings machen auch sie aus ihrem Unverständnis über den Rücktritt Köhlers kein Hehl. Es gebe in der Politik durchaus härtere Winde, die wehen; so etwas müsse man auch in diesem Amt ertragen.
Es sei sehr schade, dass das Amt des Bundespräsidenten durch persönliche Empfindlichkeiten beschädigt worden sei.
Ewald König