Vogelgrippe breitet sich in Türkei nach Westen aus [DE]

In Ankara werden drei Personen auf das tödliche Virus H5N1 getestet. Nachdem zwei Kinder in der östlichen Provinz Van nachweislich an der Vogelgrippe gestorben sind, wird nunmehr befürchtet, dass sich die Vogelgrippe schneller als erwartetet nach Westen ausbreitet.

In Ankara werden drei Personen auf das tödliche Virus H5N1 getestet. Nachdem zwei Kinder in der östlichen Provinz Van nachweislich an der Vogelgrippe gestorben sind, wird nunmehr befürchtet, dass sich die Vogelgrippe schneller als erwartetet nach Westen ausbreitet.

Nach offiziellen Angaben werden in der türkischen Hauptstadt Ankara derzeit zwei Kinder im Alter von fünf und acht Jahren behandelt, nachdem erste Tests auf eine Infektion mit dem tödlichen Virusstamm H5N1 hinwiesen.

In Istanbul sollen am Sonntag, 8. Januar, mehrere Hühner an der Vogelgrippe verendet sein. Unklar ist bislang noch, ob es sich um das tödliche Virus H5N1 handelt. Diese Verdachtsfälle deuten darauf hin, dass sich das gefürchtete Virus schneller als erwatete nach Westen ausbreitet. 

In Dogubayazit, einem kurdischen Dorf in der Nähe der osttürkischen Stadt Van, sind zwei Geschwister (ein 15-jähriger Junge und seine 14-jährige Schwester) an einer Vogelgrippeinfektion gestorben. Das türkische Gesundheitsministerium hat nun einen dritten Todesfall gemeldet, der wahrscheinlich ebenfalls auf den H5N1 zurückzuführen ist. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO soll die 12-jährige Schwester der beiden am 6. Januar an dem Virus gestorben sein. 

In Brüssel hat die Europäische Kommission gesagt, der im Oktober 2005 beschlossene Importstopp für lebende Vögel und Geflügelprodukte aus der Türkei werde weiter bestehen. Sachverständige der WHO, der Europäischen Kommission/FAO/OIE und des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) sind am 7. Januar in den betroffenen Gebieten eingetroffen.