Verkehrspolitik der EBWE nicht nachhaltig genug, so NGO [DE]

Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) bemüht sich, Vorwürfe zu widerlegen, wonach sie Projekte in Mittel- und Osteuropa unterstütze, bei denen der Straßenverkehr zu sehr im Vordergrund stehe.

Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) bemüht sich, Vorwürfe zu widerlegen, wonach sie Projekte in Mittel- und Osteuropa unterstütze, bei denen der Straßenverkehr zu sehr im Vordergrund stehe.

Das CEE Bankwatch Network wirft der EBWE vor, dass ihre Verkehrspolitik 2005-2008 über keine klaren Zielsetzungen und Verpflichtungen in Bezug auf die Förderung nachhaltiger Verkehrsstrukturen verfüge. 

Laut Bankwatch würden 52 % der 400 Millionen Euro, welche von der EBWE in den Verkehrssektor in MOE investiert würden, derzeit für den Straßenverkehr ausgegeben. Dieser Trend werde sich über den gesamten Zeitraum 2005-2008 fortsetzen. 
„Die neue Verkehrspolitik der EBWE versäumt es, diesen schädlichen Trends, welche schwere Folgen für das soziale Wohlbefinden haben, den Klimawandel beschleunigen und einen unumkehrbaren Schaden an der Biovielfalt in unserer Region anrichten, entgegenzuwirken“, so Anelia Stefanova, Verkehrskoordinatorin von Bankwatch.

Zu diesen Trends gehören die Privatisierung der Bahn und Umstrukturierungsprojekte, welche laut Bankwatch zu der Stilllegung von Tausenden von Kilometern Bahnstrecke und zu einem umfangreichen Arbeitsplatzabbau führen würden. Auch die Förderung des Luftfahrtsektors sei äußerst bedenklich in Anbetracht der Tatsache, dass der Flugverkehr negative Auswirkungen auf die globale Klimaänderung habe und dass keine Kerosinsteuer erhoben werde.