USA überholt Deutschland als „Windenergieland” [DE]
Europas größter Windenergieproduzent Deutschland fiel letztes Jahr hinter den USA im Produzieren von Windenergie zurück, trotz der Tatsache, dass diese zum ersten Mal als führende neue Energiequelle aufgeführt wurde, so das Worldwatch Institute letzte Woche (7. Mai 2009).
Europas größter Windenergieproduzent Deutschland fiel letztes Jahr hinter den USA im Produzieren von Windenergie zurück, trotz der Tatsache, dass diese zum ersten Mal als führende neue Energiequelle aufgeführt wurde, so das Worldwatch Institute letzte Woche (7. Mai 2009).
Die Analyse des Instituts, das sich mit Windenergietrends seit 1980 befasst enthüllt, dass Deutschland weiterhin die Liste der Europäischen Länder in den Anstrengungen im Bezug auf Windenergie anführt. Jedoch waren im letzten Jahr weniger Windanlagen gebaut worden als in Jahr 2007. Im Vergleich zum Rekordjahr 2002, sei der Rückgang nahezu mit 50 Prozent zu beziffern.
Dies steht im Gegensatz zu dem 50-prozentigen Kapazitätsschub in den USa, wie neue Zahlen es belegen. Die Vereinigten Staaten generieren nun mehr Energie aus Wind als jedes andere Land in der Welt und überholen damit laut WorldWatch das ehemalig führende Land Deutschland.
Dennoch zeigen die Zahlen, wenn man die Größe der Bevölkerung mit einbezieht, dass die Windenergie trotz ihrer größeren Kapazitäten nur ein Prozent der US-Stromnachfrage ausmacht, so das Global Wind Energy Council (GWEC). Deutschland stillt andererseits 7,5 Prozent seines Stromverbrauchs mit Windenergie.
Der GWEC erwartet, dass China dieses Jahr der nächste führende Markt für den Bau neuer Windkraftanlagen sein wird, da die Rezession die Finanzierung der Windprojekte in den USA behindert.
Natürlich sei die Windenergiebranche auch durch die Finanzkrise betroffen, sowie jeder andere Sektor auch. Zur gleichen Zeit sei die Prognose für Windenergie allerdings sehr positiv, sagte Arthouros Zervos, der Vorstandschef von GWEC.
Trotz des Wirtschaftsabschwungs schätzte Worldwatch, dass 2008 ein gutes Jahr für die Windenergie gewesen sei, da die globalen Windenergiekapazitäten um fast 29 Prozent wuchsen, was schneller ist als in jedem anderen Jahr dieses Jahrzehnts.
Daraus folgt, dass mehr als 1,5 Prozent des weltweiten Stroms nun aus Wind gewonnen werden, so Wordwatch.
Zum ersten Mal habe Windenergie Erdgas, als führende Quelle für neuen Strom in Europa um eine große Spanne übertroffen, so Worldwatch. Das Institut argumentierte, dass die Region nun in der Lage sei in einem Jahr mit durchschnittlichen Windstärke, ca. 4,2 Prozent seines Stroms aus Wind zu gewinnen.
„Die Zahlen zeigen, dass die Windenergie unbestreitbar die Wahl Nummer eins in den Bestreben Europas zu einer sauberen, einheimischen und nachhaltigen Energiepolitik ist“, sagte Christian Kjaer, Geschäftsführer der European Wind Energy Association (EWEA).
Zusammenarbeit um Nachhaltigkeitsziel zu erreichen
Unterdessen rief die europäische Wirtschaftsorganisation, Eurelectric die Mitgliedstaaten dazu auf, Mechanismen zwischenstaatlicher Zusammenarbeit die in der Richtlinie 2001/77/EG zu erneuerbaren Energien festgehalten sind, welche letzten Monat zum Gesetz wurde zu nutzen, um ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.
Die Stromgewinnung aus erneuernaren Energien müsste bis 2020 von 16 Prozent bis auf 34 Prozent ansteigen, um das gesamte Energieziel zu erreichen. Die Europäische Kommission erwartet, dass Windenergie den größten Beitrag zum Füllen der Lücke, mindestens 12 Prozent bis 2020, leisten wird (EURACTIV vom 21. Januar 2009).
Eurelectric argumentierte jedoch, dass einige Mitgliedstaaten es unmöglich finden würden ihre einheimische Produktion ausreichend zu verstärken, um die verbindlichen nationalen Ziele zu erreichen. Es wirbt dafür, den maximalen Nutzen aus der grenzübergreifenden Handel zu ziehen, um der EU zu helfen, seine Ziele zu erreichen.
Die optimalen Mechanismen erlauben es den Mitgliedstaaten sich auf den Umfang zu welchem die Unterstützung eines Mitgliedstaates der Energieproduktion eines anderen, zu seinem nationalen Ziel dazu gezählt werden.
Diese Handelvereinbarungen vollständig flexibel zu machen, würde die Umsetzungskosten der Richtlinie bis 2020 um bis zu 17 Milliarden Euro jährlich senken.