US-Wahl: Trump steht als Sieger so gut wie fest

Der republikanische Kandidat Donald Trump liegt im Rennen um die US-Präsidentschaft vor der Demokratin Kamala Harris nahezu uneinholbar vorne, wie die vorläufigen Ergebnisse der Auszählungen am Mittwochmorgen (6. November) zeigten. Der Republikaner sicherte sich drei der wichtigsten Swing States.

EURACTIV.com
Americans Go To The Polls In The 2024 Elections
Als die Wahllokale von Küste zu Küste schlossen, hatte Trump (Bild R.) 246 Wahlmännerstimmen gewonnen, Harris (Bild L.) kam auf 182 (Stand 6:30 Uhr MEZ). [Bill Pugliano/Getty Images]

Der republikanische Kandidat Donald Trump liegt im Rennen um die US-Präsidentschaft vor der Demokratin Kamala Harris so gut wie uneinholbar vorne, wie die vorläufigen Ergebnisse der Auszählungen am Mittwochmorgen (6. November) zeigten. Der Republikaner sicherte sich drei der wichtigsten Swing States.

Hinweis: Die deutsche Übersetzung wurde um die neuesten Entwicklungen erweitert.

Zum Veröffentlichungszeitpunkt hatte Trump nach Berechnung von CNN bereits 266 Stimmen im Electoral College der USA gewonnen, Harris kam auf 188 (Stand 8:30 Uhr MEZ).

Bei den US-Präsidentschaftswahlen gibt es insgesamt 538 Stimmen von Wahlleuten zu gewinnen, die über die Ergebnisse in den 50 Bundesstaaten und dem District of Columbia verteilt werden. Ein Kandidat benötigt eine einfache Mehrheit von 270 Stimmen, um sich die Präsidentschaft zu sichern.

Gegen 6 Uhr morgens nach europäischer Zeit konnte Trump entscheidende Siege in North Carolina und Georgia, zwei der sieben umkämpften Bundesstaaten, verbuchen. Die Demokraten hatten gehofft, die lange traditionell republikanischen Staaten zu gewinnen.

Zwei Stunden später wurde auch ein Sieg in Pennsylvania von führenden Medien bestätigt. Experten schätzten, dass Pennsylvania mit 19 Stimmen in diesem Jahr wahrscheinlich der entscheidende unter den sieben Swing States sein wird.

Die vier anderen Swing States – Michigan, Wisconsin, Nevada und Arizona – waren zum Veröffentlichungszeitpunkt noch nicht ausgerufen worden.

Unsicherheit in der Wahlnacht

Zuvor in der Wahlnacht hatte Harris‘ Wahlkampfmanagerin Jen O’Malley Dillon eine E-Mail an die Wahlkampfmitarbeiter geschrieben, in der sie noch betonte, dass die Ergebnisse auf sich warten lassen könnten.

„Wir wussten die ganze Zeit, dass unser klarster Weg zu 270 Wahlmännerstimmen über die Blue Wall-Staaten führt. Und wir sind mit dem, was wir sehen, zufrieden“, schrieb Dillon.

Es gab dabei große Bedenken, dass Trump in der Wahlnacht vorzeitig seinen Sieg erklären könnte, wenn er in wichtigen umkämpften Bundesstaaten einen ausreichenden Vorsprung vor Harris hätte. Der ehemalige Präsident wurde noch in der Nacht für eine Rede vor seinen Unterstützern in Florida erwartet.

Am Wahltag zuvor berief sich Trumps Lager bereits auf die Behauptung, dass einige der Stimmzettel des Staates unfair und verfälscht seien, ohne weitere Beweise für seine Behauptungen vorzulegen.

Unterdessen wurden die US-Sicherheitskräfte in der Wahlnacht im ganzen Land in höchste Alarmbereitschaft versetzt, da die Behörden sich Sorgen über mögliche Gewalttaten nach der Wahl machten.

Die erhöhte Wachsamkeit war auf die Unruhen vom 6. Januar 2021 zurückzuführen, als eine Pro-Trump-Menge das US-Kapitol in Washington, D.C., stürmte. Zuvor hatte sich Trump geweigert, seine Niederlage bei den Wahlen 2020 zu akzeptieren.

Republikaner übernehmen den Senat

Bei der diesjährigen Wahl haben die US-Republikaner auch bereits die Kontrolle über den US-Senat gewonnen und stellen damit sicher, dass Trumps Partei im nächsten Jahr mindestens eine Kammer des US-Kongresses kontrollieren kann.

Die Ausgangslage könnte Trump als Präsident dabei helfen, konservative Richter und anderes Regierungspersonal zu ernennen.

Keine der beiden Parteien hat sich einen wesentlichen Vorteil im US-Repräsentantenhaus verschafft, das bisher von den Republikanern mit knapper Mehrheit kontrolliert wird.

[Bearbeitet von Alice Taylor-Braçe]