US-Energieagentur: CO2-Emissionen steigen bis 2030 um 75 % [DE]

Zwischen 2003 und 2030 wird der Energieverbrauch weltweit um 71 % zunehmen, heißt es in einer neuen Energie-Prognose. Infolgedessen würden die weltweiten CO2-Emissionen im selben Zeitraum um 75 % steigen.

Zwischen 2003 und 2030 wird der Energieverbrauch weltweit um 71 % zunehmen, heißt es in einer neuen Energie-Prognose. Infolgedessen würden die weltweiten CO2-Emissionen im selben Zeitraum um 75 % steigen.

Die Weltwirtschaft benötigt immer mehr Energie, obwohl mehr Energieeffizienz gefordert wird und sich die Wissenschaft über die Gefahren der globalen Erwärmung einig ist.  Dieses Ergebnis kann aus der neuen Energie-Prognose abgeleitet werden, welche von der US-amerikanischen Energy Information Administration (EIA) veröffentlicht wurde.

Die wesentlichen Prognosen des Berichts für den Zeitraum 2003 – 2030 sind die folgenden:

  • Der weltweite Energieverbrauch wird jährlich von 2003 bis 2030 im Durchschnitt um 2 % wachsen (von 421 Billiarden Btu in 2003 (britische Wärmeeinheit, welche ca 1055 Joule entspricht, auf 772 Billiarden Btu in 2030).  Das größte Wachstum werden Länder, die nicht der OECD angehören, verzeichnen können
  • Der Energieverbrauch wird am stärksten im Industriesektor zunehmen (2,4 % jährlich), während der Energieverbrauch im Verkehrssektor aufgrund der steigenden Ölpreise sinken wird.
  • Öl wird auch weiterhin die wichtigste Energiequelle bleiben; der weltweite Ölverbrauch wird von täglich 80 Millionen Barrel im Jahr 2003 (heute 86 Barrel pro Tag) auf 118 Millionen Barrel in 2030 ansteigen.  Die OPEC-Staaten werden einen Großteil des Mehrverbrauchs tragen (+14,6 Millionen Barrel täglich), allerdings werden zunehmend Nicht-OPEC-Staaten Öl fördern und nichtkonventionelle Ressourcen wie beispielsweise Biokraftstoffe oder Flüssiggas verwendet.
  • Der Erdgasverbrauch wird im Durchschnitt um 2,4 % im Jahr ansteigen.
  • Der weltweite Kohleverbrauch wird durchschnittlich um 3 % pro Jahr zunehmen (insbesondere in China).
  • Die weltweiten Atomenergiekapazitäten werden von 361 Gigawatt in 2003 auf 438 Gigawatt in 2030 ansteigen, wobei der Verbrauch in Europa erheblich sinken wird.
  • Der Anteil erneuerbarer Energien wird im Zeitraum von 2003 bis 2030 nur um 1 % (von 8 % in 2003 auf 9 % in 2030) wachsen.
  • Die weltweiten CO2-Emissionen werden von 25 Millionen Tonnen in 2003 auf 43,7 Millionen Tonnen in 2030 ansteigen.

Das Energieangebot und die politischen Maßnahmen zur Bekämpfung der globalen Erwärmung stehen am 21. Juni ebenfalls auf der Agenda des EU-USA-Gipfels in Wien.