UN warnen vor Flüchtlingswelle aus Ost-Ukraine
Die Vereinten Nationen (UN) sind alarmiert: Wegen der fragilen Sicherheitslage und dem Zerfall des Rechtsstaats in der Ost-Ukraine droht laut dem UN-Vizegeneralsekretär ein "großer Exodus" in die Nachbarländer.
Die Vereinten Nationen (UN) sind alarmiert: Wegen der fragilen Sicherheitslage und dem Zerfall des Rechtsstaats in der Ost-Ukraine droht laut dem UN-Vizegeneralsekretär ein „großer Exodus“ in die Nachbarländer.
Nach einem Besuch in Donezk sagte UN-Vizegeneralsekretär für Menschenrechte, Ivan Simonovic, der Nachrichtenagentur Reuters am Montag, in der Stadt herrsche Angst. „Und sie ist weit verbreitet“, sagte er. Diese Angst entstehe nicht nur wegen der Sicherheitslage in der Region.
„Sie hat auch etwas mit der gewöhnlichen Kriminalität zu tun. Es herrscht eine Stimmung der Gesetzlosigkeit, ein Gefühl, keinen Schutz zu haben“, sagte Simonovic. Viele Menschen bereiteten sich darauf vor, die Region zu verlassen – nicht nur aus Sicherheitsgründen, sondern wegen ihrer sozialen und wirtschaftlichen Perspektiven. „Es könnte ein großer Exodus werden und es wird eine große Herausforderung darstellen.“
Simonovic zufolge liegen zudem Informationen vor, dass im Osten des Landes Mitglieder der Wahlkommission entführt, misshandelt und eingeschüchtert worden seien. Derartige Vorgänge würden die die Präsidentenwahl am 25. Mai erschweren. Die Regierung in Kiew räumte am Montag ein, dass in Teilen des Ostens eine normale Abstimmung unmöglich sein werde.