Ukraine-Hilfe: Spanien plant jährliches Militärpaket in Milliardenhöhe

Spanien werde der Ukraine eine Milliarde Euro an Militärgüter pro Jahr spenden, gab Ministerpräsident Pedro Sánchez am Montag in Kyjiw bekannt. Zudem könne ein „nachhaltiger Frieden“ in der Ukraine nur erreicht werden, wenn auch Europa in die Verhandlungen einbezogen wird.

EURACTIV.es
Western leaders visit Kyiv to mark 3rd anniversary of Ukraine war
„Diplomatie allein wird nicht ausreichen. Wir müssen sie mit mehr Stärke und Einigkeit verbinden", sagte Sanchez (Bild L.). [[Ukrainian Presidency/Anadolu via Getty Images]]

Spanien werde der Ukraine eine Milliarde Euro an Militärgüter pro Jahr spenden, gab Ministerpräsident Pedro Sánchez am Montag in Kyjiw bekannt. Zudem könne ein „nachhaltiger Frieden“ in der Ukraine nur erreicht werden, wenn auch Europa in die Verhandlungen einbezogen wird.

Madrid – Sanchez und andere westliche Staats- und Regierungschefs nahmen am Montag in Kyjiw an einer Veranstaltung zum dritten Jahrestag des russischen Einmarsches in die Ukraine teil.

„Die Ukraine muss einen gerechten und dauerhaften Frieden erringen. Die Freiheit, Sicherheit und Zukunft aller Europäer hängen davon ab. Deshalb habe ich gerade in Kyjiw angekündigt, dass Spanien ein neues Militärhilfepaket in Höhe von einer Milliarde Euro an das ukrainische Volk senden wird“, soagte Sánchez.

„Diplomatie allein wird nicht ausreichen. Wir müssen sie mit mehr Stärke und Einigkeit verbinden.“

Seit Beginn der groß angelegten Invasion Russlands im Jahr 2022 hat Madrid eine beträchtliche Menge an militärischer Ausrüstung an Kyjiw gespendet, darunter mehrere Leopard-Panzer. Dieser Schritt führte zu Spannungen zwischen Sánchez‘ sozialdemokratischer PSOE und seinen Koalitionspartnern der linken Sumar-Plattform, die sich zunächst gegen die Lieferung jeglicher Art von Angriffsausrüstung aussprachen.

Die Ankündigung von Sánchez ist Teil der umfassenderen Bemühungen der EU, die Position Kyjiws zu stärken, auch im Hinblick auf künftige Friedensverhandlungen, von denen Europa nicht ausgeschlossen werden möchte.

In diesem Zusammenhang kündigte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, am Montag ebenfalls in Kyjiw an, dass die Europäische Union der Ukraine im März 3,5 Milliarden Euro zur Verfügung stellen werde.

Zusätzlich zu seinem Versprechen, militärische Ausrüstung zu liefern, bekräftigte Sánchez die Unterstützung Madrids für „die volle Souveränität der Ukraine“ und betonte, dass „nur die Ukraine über ihre Zukunft entscheiden kann“, berichtete RTVE.

„Die Ukraine muss am Verhandlungstisch sitzen“, betonte Sánchez und bezog sich dabei auf die bevorstehenden Friedensgespräche, die US-Präsident Donald Trump letzte Woche angekündigt hatte.

Außerdem könne ein „nachhaltiger Frieden“ in der Ukraine nur erreicht werden, wenn auch Europa an den Verhandlungen beteiligt sei. Der spanische Ministerpräsident warnte gleichzeitig vor der Gefahr, dass das Kriegsende auf einen „Waffenstillstand“ zwischen den Parteien beschränkt werde.

Sánchez vermied es jedoch, sich zur Möglichkeit zu äußern, dass Madrid Truppen für eine mögliche internationale Friedenstruppe in der Ukraine bereitstellen könnte. Stattdessen forderte die EU auf, sich zunächst auf die „Einleitung eines echten Prozesses von Friedensverhandlungen“ zu konzentrieren, an dem sowohl Kyjiw als auch die EU beteiligt sind.

[KN]