Tusk: Polen wird nicht länger "naiver Partner" sein
Polens Ministerpräsident Donald Tusk hat am Dienstag das „Ende der naiven Globalisierung“ ausgerufen und zu einer stärkeren nationalen Kontrolle über Wirtschaft, Märkte und Kapital aufgerufen.
Polens Ministerpräsident Donald Tusk hat am Dienstag das „Ende der naiven Globalisierung“ ausgerufen und zu einer stärkeren nationalen Kontrolle über Wirtschaft, Märkte und Kapital aufgerufen.
„In diesem rücksichtslosen Wettbewerb der Egos auf den globalen Märkten und an den Kriegsfronten wird Polen nicht länger der naive Partner sein“, sagte der ehemalige Präsident des Europäischen Rats. Polnische Unternehmen dürften gegenüber internationalen Giganten nicht benachteiligt werden, wie die polnische Presseagentur PAP berichtet.
Der zukünftige wirtschaftliche Erfolg gehöre laut Tusk jenen Staaten, die aus den globalen Umwälzungen die richtigen Schlüsse ziehen – mit dem Ziel, ihre ökonomische Souveränität zu sichern und im internationalen Wettbewerb auf Augenhöhe zu bestehen.
Ein zentrales Element dieser Strategie sei der Güterterminal im ostpolnischen Sławków, ein bedeutender Knotenpunkt im Ost-West-Handel. Dessen Betrieb solle vollständig in polnischer Hand bleiben, kündigte Tusk an. Damit unterstreicht die Regierung ihren Anspruch auf nationale Kontrolle über strategische Infrastrukturen – insbesondere mit Blick auf den Wiederaufbau der Ukraine, für den Sławków eine Schlüsselrolle spielen soll.
„Sławków wird ein wichtiger Knotenpunkt für Transport und Logistik in der Region sein“, sagte er. Die Rückgewinnung der Kontrolle über solche Anlagen sei nicht nur eine nationale, sondern auch eine europäische Priorität.