Türkischer Minister zu Balkan-Non-Paper: Slowenien war's nicht
Der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu hat erklärt, er sei nach seinem Treffen in Ljubljana beruhigt und überzeugt, dass die slowenische Regierung nicht die Autorin des angeblichen "Non-Papers" war.
Der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu hat am Mittwoch erklärt, er sei nach einem Treffen in Ljubljana beruhigt sowie überzeugt, dass die slowenische Regierung nicht die Autorin des angeblichen „Non-Papers“ war, das eine Neuziehung der Grenzen auf dem Westbalkan entlang ethnischer Linien nahelegte.
Slowenien unterstütze in keiner Weise die in diesem Dokument dargelegten Positionen, sagte Çavuşoğlu in Sarajewo, wo er nach seinem Besuch in Slowenien gestern seine bosnische Amtskollegin Bisera Turković traf.
Turković erklärte ihrerseits, ihr sei vom türkischen Minister versichert worden, sein Land unterstütze die territoriale Integrität und Souveränität von Bosnien-Herzegowina nachdrücklich. Çavuşoğlu bestätigte, Ankara lehne jegliche Diskussion über eine mögliche Neuziehung der Grenzen auf dem Balkan entschieden ab. Man wünsche, dass die Stabilität erhalten bleibe und die Zusammenarbeit zwischen den Ländern in der Region gestärkt werde.
Im Interview mit mehreren bosnischen Tageszeitungen betonte der türkische Außenminister weiter, dass allein schon eine Debatte über die Souveränität oder territoriale Integrität von Bosnien-Herzegowina oder einem anderen Balkanland die Stabilität bedrohe – „nicht nur die dieses Landes, sondern auch die Stabilität seiner Nachbarn, der Region und des Kontinents“.
Er bekräftigte einmal mehr: „Die Türkei als Balkanland unterstützt die politische Einheit und die territoriale Integrität von Bosnien und Herzegowina voll und ganz.“
Des Weiteren schlage die türkische Führung vor, den 2010 ins Leben gerufenen „trilateralen Konsultationsmechanismus“ – an dem neben der Türkei und Bosnien Herzegowina auch Kroatien beteiligt ist – von der aktuellen Ministerebene auf die Ebene der Staatsoberhäupter zu „heben“.
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