Türkei drängt weiter auf EU-Beitritt vor 2023
Ungeachtet der derzeitigen Spannungen im Verhältnis zur EU strebt die Türkei nach Angaben ihres Vertreters in Brüssel einen Beitritt vor dem Jahr 2023 an.
Ungeachtet der derzeitigen Spannungen im Verhältnis zur EU strebt die Türkei nach Angaben ihres Vertreters in Brüssel einen Beitritt vor dem Jahr 2023 an.
Es wäre „die Krönung für mein Land“, wenn es im Jahr 2023 zum hundertsten Gründungstag der Türkischen Republik Mitglied der Union werden könnte, sagte der türkische EU-Botschafter Selim Yenel der „Welt“.
Sein Land ziele dabei auf eine „vollwertige Mitgliedschaft“ ab, sagte der Brüsseler Diplomat. „Für uns wäre es langfristig nicht akzeptabel, nicht zur EU zu gehören. Der EU-Beitritt ist sehr wichtig für uns.“ Eine EU-Mitgliedschaft würde nach Einschätzung Yenels die Standards in der Türkei
in „allen Bereichen“ erhöhen – in politischen und wirtschaftlichen Fragen, aber auch im Verbraucher- und Gesundheitsschutz.
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Mit Blick auf die geplante Visaliberalisierung forderte Yenel Garantien von Seiten der EU: „Wir haben große Zweifel, dass die EU die Visumpflicht für Türken wirklich aufheben wird, wenn wir alle dazu notwendigen 72 Bedingungen erfüllt haben“, sagte er. „Wir müssen sicher sein können, dass alle
EU-Institutionen einem visumfreien Reiseverkehr für türkische Bürger am Ende auch zustimmen.“ Eine visumfreie Einreise für Türken ab Oktober sei immer noch möglich, sie müsse aber in jedem Fall noch in diesem Jahr kommen.
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