Tschechischer Premier: EU muss Beziehungen zu Afrika verbessern
Europa sei sich bewusst, dass es die Zusammenarbeit mit Afrika unterschätzt habe, und man arbeite daran, dies zu ändern, sagte der tschechische Premierminister Petr Fiala im Vorfeld seiner Reise auf den Kontinent am Freitag.
Europa sei sich bewusst, dass es die Zusammenarbeit mit Afrika unterschätzt habe, und man arbeite daran, dies zu ändern, sagte der tschechische Premierminister Petr Fiala im Vorfeld seiner Reise auf den Kontinent am Freitag.
Tschechien müsse aufhören, Afrika als etwas weit Entferntes zu betrachten, so Fiala.
„Es passiert bereits in anderen Ländern, und wir dürfen nicht abseitsstehen“, sagte der Premierminister vor seinem Besuch in Äthiopien, Kenia, Nigeria, Ghana und der Elfenbeinküste.
„Nicht nur die Tschechische Republik, sondern auch die Europäische Union und die Länder, die historisch gesehen viel stärkere und natürlichere Beziehungen zum afrikanischen Kontinent haben, haben die Entwicklung der Beziehungen zu Afrika in den letzten Jahren etwas unterschätzt, beziehungsweise die Art und Weise, wie wir es getan haben, war nicht effektiv genug“, so Fiala.
Man sei sich dessen bewusst, „und die Debatten, die wir im Europäischen Rat führen, entsprechen diesem Umstand“, fügte er hinzu.
Eine Herausforderung sei der wachsende Einfluss von Russland und China. „Wir versuchen, die Situation zu ändern. Ja, Russland engagiert sich sehr intensiv in Afrika, und China engagiert sich dort durch verschiedene Formen der Zusammenarbeit und Kontakte noch intensiver“, so der Premier.
Das zentrale Thema zwischen der EU und Afrika sei derweil die Frage, wie man die illegalen Migrationsströme nach Europa stoppen könne. Fiala ist überzeugt, dass die EU nicht nur mit den Ländern Nordafrikas sprechen sollte, sondern auch mit anderen Ländern, aus denen Menschen nach Norden kommen.
Fialas Reise nach Afrika hat nicht nur einen politischen, sondern auch einen wirtschaftlichen Hintergrund: Er wird von einer tschechischen Wirtschaftsdelegation begleitet.
Nach Ansicht des Premierministers ist der Aufbau neuer und besserer Beziehungen zu Afrika von Vorteil, da die Tschechische Republik derzeit versucht, ihre Import- und Exportpartner zu diversifizieren.