Tschechischer Experte: Weitere Vorfälle wie Explosion in Polen möglich
Russlands verstärkte Luftangriffe auf die Ukraine könnten zu weiteren Zwischenfällen führen, wie dem jüngsten in Polen, warnte der ehemalige Generalstabschef der tschechischen Armee Jiří Šedivý.
Russlands verstärkte Luftangriffe auf die Ukraine könnten zu weiteren Zwischenfällen führen, ähnlich dem in Polen bei dem zwei Menschen starben, warnte der ehemalige Generalstabschef der tschechischen Armee.
Am Dienstag (15. November) schlug eine Rakete in Polen ein, bei der zwei Menschen starben.
Der Vorfall wird derzeit untersucht, aber es wird vermutet, dass er durch Raketen verursacht wurde, die von ukrainischen Systemen abgefeuert wurden, um ihr Territorium vor einem russischen Angriff auf zivile Infrastruktur zu schützen.
Nach Ansicht des tschechischen Armee-Experten Jiří Šedivý sollten sich die westlichen Verbündeten auf solche Situationen vorbereiten, die in Zukunft häufiger auftreten könnten.
„Wir müssen auf die Situation reagieren. Denn die Intensität der Kämpfe in der Ukraine nimmt insgesamt zu und die Zahl der eingesetzten Raketensysteme steigt“, sagte Šedivý dem tschechischen Rundfunk.
„Wir sollten damit rechnen, dass dies in Zukunft passieren kann. Und es könnte noch etwas viel Schlimmeres passieren. Zum Beispiel nur ein technisches Versagen einer Kampfrakete, die 400 Kilogramm konventionelle Ladung trägt, und das hätte in der Tat sehr erhebliche Konsequenzen“, warnte Šedivý.
Der ehemalige tschechische Armeechef schlägt vor, das westliche Raketenabwehrsystem an den Grenzen zur Ukraine und zu Russland zu verstärken.
„Die Raketen- und Luftabwehr sollte verdichtet werden. Es sollte eine größere Dichte von Anlagen geben, die entweder in Polen, der Slowakei oder in den baltischen Staaten stationiert sind, die diese Systeme in ihrer Bewaffnung haben oder von anderen NATO-Staaten eingesetzt werden“, betonte Šedivý und fügte hinzu, dass auch die Zahl der Aufklärungssysteme erhöht werden müsse.
Laut Šedivý müsse die Gesamtsituation der verbündeten Truppen an der NATO-Ostflanke verbessert und durch weitere Investitionen unterstützt werden.