Tschechien von steigender Obdachlosigkeit wegen Energiekrise bedroht
Obdachlosenorganisationen haben davor gewarnt, dass immer mehr tschechische Bürger in Obdachlosenheimen Zuflucht suchen, da sie mit finanziellen Schwierigkeiten im Rahmen der Energiekrise zu kämpfen haben.
Obdachlosenorganisationen haben davor gewarnt, dass immer mehr tschechische Bürger in Obdachlosenheimen Zuflucht suchen, da sie mit finanziellen Schwierigkeiten im Rahmen der Energiekrise zu kämpfen haben.
Eine vom Arbeits- und Sozialministerium in Auftrag gegebene Zählung ergab, dass in Tschechien mindestens 270.000 Menschen auf der Straße, in Wohnheimen, Notunterkünften oder extrem überfüllten Wohnungen leben.
Die Dunkelziffer soll allerdings gemäß der Prager Zweigstelle der Obdachlosenorganisation „Naděje“ (Hoffnung) wesentlich höher sein. Demnach sei ein starker Anstieg der Obdachlosigkeit zu verzeichnen.
„Wir rechnen damit, dass jeden Monat etwa sechzig neue Obdachlose zu uns kommen. Menschen, die früher nicht gekommen sind, kommen jetzt, weil sie in Wohnheimen oder Gemeinschafts- oder Mietwohnungen gelebt haben und nun nicht mehr die finanziellen Mittel haben, um für eine solche Unterkunft zu bezahlen“, sagte der Direktor der Organisation, Daniel Svoboda, dem Tschechischen Rundfunk.
„Bis jetzt kommen die Leute in Gruppen, aber wenn die Krise anhält, erwarten wir im nächsten Jahr einen höheren Anstieg dieser Art von Personen“, erklärte Svoboda.
Wie der tschechische Rundfunk berichtete, sind einige Wohnheime und Unterkünfte bereits voll ausgelastet.
In der Zwischenzeit hat die Regierung bereits angekündigt, einen Gesetzentwurf zur Unterstützung von Menschen in Wohnungsnot auszuarbeiten, der unter anderem eine einmalige finanzielle Hilfe vorsieht.