Tschechien verhandelt über LNG-Importe aus dem Oman

Das Industrie- und Handelsministerium verhandelt mit der omanischen Erdgasgesellschaft über mögliche LNG-Importe, wobei Tschechien möglicherweise in lokale Felder und Pipelines investieren könnte, um die Energieversorgung zu sichern.

EURACTIV.cz
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Drei Abgeordnete des Ministeriums nahmen kürzlich an einem Treffen mit dem Management des omanischen Energieunternehmens Oman LNG teil, um sich über die Lieferung von Flüssigerdgas (LNG) aus dem Sultanat Oman zu informieren, wie Seznam Zprávy erfuhr. [ [Shutterstock/Wojciech Wrzesien]]

Das tschechische Industrie- und Handelsministerium verhandelt mit der omanischen Erdgasgesellschaft über mögliche LNG-Importe. Tschechien könnte möglicherweise in Ölfelder und Pipelines investieren, um die Energieversorgung zu sichern.

Drei Vertreter:innen des Ministeriums nahmen kürzlich an einem Treffen mit dem Management des omanischen Energieunternehmens Oman LNG teil, um sich über die Lieferung von Flüssigerdgas (LNG) aus dem Sultanat Oman zu informieren, wie Seznam Zprávy erfuhr.

„Beide Seiten werden in den kommenden Wochen und Monaten die Möglichkeit von Flüssigerdgaslieferungen in die Tschechische Republik prüfen. Die Verhandlungen werden auf geschäftlicher Ebene fortgesetzt“, so Vojtěch Srnka, Sprecher des Ministeriums, gegenüber Seznam Zpravy.

Die Tschechische Republik hat ihren Blick auch auf andere Länder im Nahen Osten gerichtet, wobei die Vorbereitungen für bilaterale Abkommen mit Katar bereits in vollem Gange sind. Markéta Pekarová Adamová, die Präsidentin der Abgeordnetenkammer, besuchte kürzlich die Vereinigten Arabischen Emirate, um über Energielieferungen zu sprechen. Der Oman ist hier eine weitere Option.

„Die tschechische Regierung versucht, eine Lösung zu finden, um das Gas aus Russland zu ersetzen. Deshalb ist es wichtig, mit allen Ländern zu verhandeln, die Gas exportieren. Und der Oman ist eines von ihnen“, sagte der stellvertretende Außenminister Jiří Kozák.

Sollte sich die Regierung für Lieferungen aus dem Oman entscheiden, würde dies für die Tschechische Republik milliardenschwere Investitionen in die Gasförderung bedeuten. Nach Ansicht des Energieexperten Vladimír Štěpán ist ein solcher Schritt eine Überlegung wert.

„Im Fall von Oman können wir uns auf gute persönliche Beziehungen zur dortigen Königsfamilie verlassen. Kürzlich besuchte die omanische Prinzessin die Tschechische Republik“, so Štěpán, Leiter der Beratungsfirma ENAS, gegenüber Seznam Zprávy.

Die Entscheidung Tschechiens für LNG-Lieferungen aus Katar, den Emiraten oder dem Oman würde jedoch langfristige Investitionen erfordern, da Tschechien bisher unzureichend mit Seeterminals ausgestattet ist.