Tschechien: Fortschritte beim Atomkraftausbau

Der Bau eines neuen Atomkraftblocks wurde vorangetrieben, da verbindliche Angebote von einem US-kanadischen, französischen, und einem koreanischen Unternehmen angenommen wurden, teilte Tomáš Pleskač vom tschechischen Energieunternehmen ČEZ mit.

EURACTIV.cz
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Der neue Block soll im bestehenden Atomkraftwerk Dukovany gebaut werden, das dem staatlichen Unternehmen ČEZ gehört. [[Shutterstock/Dvorak Stepan]]

Der Bau eines neuen Atomkraftblocks wurde vorangetrieben, da verbindliche Angebote von einem US-kanadischen, französischen, und einem koreanischen Unternehmen angenommen wurden, teilte Tomáš Pleskač vom tschechischen Energieunternehmen ČEZ mit.

Der neue Block soll im bestehenden Atomkraftwerk Dukovany gebaut werden, das dem staatlichen Unternehmen ČEZ gehört.

„Wir freuen uns, dass das starke Interesse aller drei Unternehmen am Bau eines neuen Kernkraftwerks in der Tschechischen Republik bestätigt worden ist. Alle Interessenten haben sich seit dem Start der Ausschreibung im März letzten Jahres sorgfältig vorbereitet“, sagte Pleskač.

„Jetzt werden wir die Angebote auswerten. Gemäß dem Vertrag mit dem Staat werden wir den Bewertungsbericht dem Ministerium für Industrie und Handel und anschließend der tschechischen Regierung zur endgültigen Genehmigung vorlegen“, fügte Pleskač hinzu.

Westinghouse, EDF und KHNP waren die einzigen Unternehmen, die sich bewerben konnten, da keine anderen die tschechischen Anforderungen erfüllten. Dazu gehörte auch das Verbot für russische und chinesische Unternehmen, sich an der Ausschreibung zu beteiligen.

Nach dem derzeitigen Zeitplan sollen die Verträge mit den ausgewählten Unternehmen innerhalb des nächsten Jahres abgeschlossen werden, sodass der Bau im Jahr 2029 beginnen kann.

ČEZ geht davon aus, dass der neue Block bereits 2036 testbereit sein wird, auch wenn sich dies als Herausforderung erweisen könnte, da viele Atomkraftprojekte in Europa mit erheblichen Verzögerungen zu kämpfen haben.

„Die künftige Stromerzeugung wird sich auf erneuerbare und nukleare Energiequellen stützen. Der Anteil der Atomenergie an der Stromerzeugung wird bis Ende 2030 etwa 40 Prozent betragen. Sie ist eine stabile und emissionsfreie Energiequelle, die ein wichtiges Element der Energiesicherheit und der Selbstversorgung der Tschechischen Republik darstellt“, sagte der tschechische Industrie- und Handelsminister Jozef Síkela.

Im Jahr 2022 erzeugte die Kernenergie 37 Prozent des Stroms im Land, während der Anteil der Kohle 48 Prozent betrug.

Da der Ausstieg aus der Kohle in Tschechien für das Jahr 2033 geplant ist, drei Jahre vor der geplanten Fertigstellung des neuen Kernkraftwerks, muss das Land noch alternative Energiequellen sichern.

[Bearbeitet von Kjeld Neubert]