Tschechen wollen präzisere EU-Informationen [DE]

Seit ihrem EU-Beitritt haben sich die Informationsbedürfnisse der Tschechen verändert. Dieser Meinung ist Catherine Sustek von der Presseabteilung der tschechischen Kommissionsvertretung.

Seit ihrem EU-Beitritt haben sich die Informationsbedürfnisse der Tschechen verändert. Dieser Meinung ist Catherine Sustek von der Presseabteilung der tschechischen Kommissionsvertretung.

Vor dem EU-Beitritt  2004 hatten die Tschechen vor allem allgemeine Fragen hinsichtlich der verschiedenen Probleme im Vorfeld der Mitgliedschaft und der Vorteile des Beitritts..  Seit dem Beitritt ist das Interesse für die verschiedenen Politikbereiche und praktische Informationen jedoch spürbar gewachsen. 

„Es gibt viele unterschiedliche  Fragen, aber sie sind zweifellos präziser“, sagt Cathrine Sustek von der Presseabteilung der tschechischen Kommissionsvertretung.  Der Informationsbedarf  sei größer und das Interesse habe  nicht abgenommen.  

Die größte Herausforderung in der EU-Kommunikation liege insbesondere bei den Staaten, sagt Sustek.  Der Schwerpunkt müsse auf lokale Ebenen gelegt  werden.  Die Vertretung unterstütze dies und fördere die Debatte.  Sustek sagt weiter, dass die Vertretung an der  Anpassung der Kommunikationsstrategie an tschechische Bedürfnisse arbeite. Die Vertretung habe der der Entwicklung der eigenen Kommunikationspläne freie Hand. .  Meinungsumfragen seien hierbei eine wichtige  Informationsquelle.

Die Vertretung wolle  sich auf die  Bereiche Jugend, Lehrer und Medien konzentrieren. Hinsichtlich  der Journalisten wolle sich die Vertretung besonders auf jene konzentrieren, die sich nicht auf europäische Angelegenheiten spezialisiert haben (insbesondere Lokaljournalisten).   Lehrgänge in Brüssel sollen zu einem besseren Verständnis der  europäischen Dimension ihres Fachgebiets beitragen. 

Sustek ist der Ansicht, dass sich die tschechischen Medien ausreichend mit EU- Angelegenheiten beschäftigen.  Das Problem bestehe darin,  die EU-Seiten jeden Tag mit Themen zu füllen, sagt Sustek.  

Das größte Problem der Vertretung der Europäischen Kommission in Prag seien die knappen Personalressourcen.  Die gesamte Kommunikation werde  von nur  zwei Personen  erledigt.  

Der Artikel wurde von EURACTIV.cz verfaßt