Trump irritiert erneut

US-Präsident Donald Trump hat am Mittwoch mit weiteren Äußerungen über eine Einmischung Russlands in den US-Wahlkampf erneut für Verwirrung gesorgt.

Euractiv.de
Trump Putin 16 July 2018
Russlands Präsident Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump. [Anatoly Maltsev/ epa]

US-Präsident Donald Trump hat am Mittwoch mit weiteren Äußerungen über eine Einmischung Russlands in den US-Wahlkampf erneut für Verwirrung gesorgt.

Zwei Tage nach seinem auch in den eigenen Reihen umstrittenen Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin antwortete Trump auf die Frage von Journalisten, ob sich Russland weiterhin in den USA einmische: „Nein“. Dazu schüttelte Trump den Kopf. Der US-Präsident widersprach damit erneut dem eigenen Geheimdienst, nachdem er die Einlassungen in Helsinki kurz zuvor mit einem Versprecher zu erklären versuchte.

Wenige Stunden später allerdings teilte das US-Präsidialamt mit, Trump habe keineswegs erklärt, dass Russland sich nicht länger einmische. Der Präsident habe vielmehr „Nein“ gesagt, weil er keine weiteren Fragen mehr habe beantworten wollen, sagte Präsidialamtssprecherin Sarah Sanders vor Journalisten. „Der Präsident hat Wladimir Putin klargemacht, dass er sich aus US-Wahlen heraushalten soll.“

Trump und seine Regierung arbeiteten laut Sanders „sehr hart“ daran, sicherzustellen, dass Russland nicht in der Lage sei, sich in US-Wahlen einzumischen. Trump sei davon überzeugt, dass Russland das erneut versuchen würde. „Wir glaube, dass die Bedrohung seitens Russlands noch immer besteht.“

Trump hatte am Mittwoch das Gipfeltreffen abermals verteidigt und „viele positive Dinge“ angekündigt. Zugleich versuchte er via Kurznachrichtendienst Twitter, die Kritik nach dem Treffen mit Verweisen auf Erfolge seiner Präsidentschaft in der US-Wirtschaft zu mildern.