Trotz wirtschaftlicher Abkühlung wächst EU-Arbeitsmarkt [DE]
Das Wachstum der europäischen Beschäftigungszahlen sei stabil geblieben, so der vierteljährliche EU-Arbeitsmarktrückblick vom Winter 2008, der am 18. Februar 2008 veröffentlicht wurde.
Das Wachstum der europäischen Beschäftigungszahlen sei stabil geblieben, so der vierteljährliche EU-Arbeitsmarktrückblick vom Winter 2008, der am 18. Februar 2008 veröffentlicht wurde.
Im letzten Jahresviertel 2007 wiesen die Beschäftigungsquoten in der EU – den niedrigen Wachstumsraten trotzend – einen Anstieg von über 800000 Erwerbstätigen im Vergleich zum vorherigen Quartal, sowie 3,5 Millionen mehr auf das gesamte Jahr betrachtet, auf.
Das Rückgrat dieses anhaltenden Wachstums war die gute Entwicklung des Arbeitsmarktes, besonders in Deutschland, wo die Arbeitslosenzahlen um 1,6% auf 7,9% gesunken sind, sowie Polen (-3,8%) und einer Reihe der neuen Mitgliedstaaten.
Insgesamt stieg die Beschäftigung in der EU auf 66% an (von 65% im Jahr 2006). Die Arbeitslosenzahlen fielen somit auf ein Niveau, das zuletzt in den frühen 1970er Jahren zu verzeichnen war (von 7,7% 2006 auf 6,9%), so die Angaben von Eurostats.
Trotz der Verbesserungen bleibt Polen unter den Ländergruppe mit der niedrigsten Beschäftigungsquote (57,8%). Nur Malta (56,1%) und Ungarn (57,7%) schnitten schlechter ab.
Dänemark – auch wenn es einen Abfall von einem Prozent im Vergleich zum Vorjahr erfuhr – steht ganz oben in der Rangliste der Beschäftigungszahlen (77,1%), gefolgt von den Niederlanden und Schweden.
Länder wie Großbritannien oder Portugal widerlegen den Trend: Hier zeigen die Beschäftigungsraten nur geringe Verbesserungen im Vergleich zum vorhergehenden Quartal (-0,3%) und gar einen Abfall auf das gesamte Jahr betrachtet (-0,1%).
Ermutigende Ergebnisse waren im Hinblick auf junge Menschen zu verzeichnen: Die Arbeitslosenquote fiel hier von 16,5% auf 14,9%.
Die Kommission sagte, der Arbeitsmarkt habe von einem gesunden Niveau des Wirtschaftswachstums, vom fortwährendem Optimismus der Unternehmen sowie Verbesserungen profitiert, die mit strukturellen Reformen in der Vergangenheit in Zusammenhang stünden.