Technologieplattformen: Umsetzung auf nationaler Ebene [DE]
Da sich die strategischen Forschungsagenden, die von industriegeführten Technologieplattformen ausgearbeitet wurden, nun in der Umsetzungsphase des 7. Forschungsrahmenprogramm der EU (RP7) befinden, ist die derzeitige Herausforderung, die nationalen, regionalen und internationalen Forschungsaktivitäten mit den Forschungsprioritäten des RP7 abzustimmen.
Da sich die strategischen Forschungsagenden, die von industriegeführten Technologieplattformen ausgearbeitet wurden, nun in der Umsetzungsphase des 7. Forschungsrahmenprogramm der EU (RP7) befinden, ist die derzeitige Herausforderung, die nationalen, regionalen und internationalen Forschungsaktivitäten mit den Forschungsprioritäten des RP7 abzustimmen.
Europäische Technologieplattformen (ETP) sind große, von der Industrie geführte Stakeholder-Foren, deren Mehrwert vor allem in den langfristigen Visionen und strategischen Forschungsagenden (SRAs) besteht, die wertvolle Beiträge für die Konzeption des siebten Forschungsrahmenprogramms der EU (RP7) geleistet haben, so das Fazit des dritten Statusberichts der Kommission über Technologieplattformen.
Das Forschungsrahmenprogramm sei jedoch nur der erste Schritt zur Umsetzung der strategischen Forschungsagenden, so das Fazit des Berichts. Die Hauptaufgabe bestehe nun darin, die nationalen, regionalen und internationalen Forschungsaktivitäten auf kohärente und effektive Weise mit den Forschungsprioritäten in Einklang zu bringen.
Der Bericht betont die wachsende Rolle der Plattformen: Von der Festlegung gemeinsamer Visionen und strategischer Forschungsprioritäten auf bestimmten Feldern hätten sie sich zu einem wichtigen Rahmenwerk entwickelt, um Wege zu erkunden, die europäische Wettbewerbsfähigkeit durch Forschung und Innovation zu steigern.
Tatsächlich erwartet die Kommission, dass die Technologieplattformen potentielle Hürden, die bei der Einführung neuer Technologien in einer begrenzten Anzahl von Bereichen und bei der Schaffung von „Lead Markets“ hinderlich sein könnten, identifizieren und analysieren. Lead Markets sind schnell wachsende, potentielle Märkte für forschungsintensive und innovative Güter und Dienstleistungen. Sie sind Märkte, in denen die Industrie in der EU einen globalen Wettbewerbsvorteil entwickeln kann, indem sie vom öffentlichen Sektor als regulierende Kraft, Kunde und Vermittler unterstützt wird. Die Kommission wurde aufgefordert, bis September 2007 eine Reihe von Pilotprojekte im Bereich der Lead Markets vorzuschlagen.
Der Bericht kommt zu dem Ergebnis, dass die europäischen Technologieplattformen eine Schlüsselrolle spielen könnten bei der Identifizierung des Bedarfs an öffentlicher Intervention und regulierender Maßnahmen, welche die Verbreitung auf dem Markt und die Entwicklung der Produkte, Prozesse und Dienstleistungen, die auf neue Technologien und Innovationen gründen, bestimmen.
Technologieplattformen sind ebenfalls aufgefordert, einen gegenseitigen Austausch anzustreben, um horizontale Fragen zu klären und zu vermeiden, dass die gleichen Forschungsaktivitäten doppelt stattfinden. Außerdem sollte ein internationales Kontaktnetz etabliert werden, das Fragen zu Vorschriften, Standardisierungen und Sicherheit diskutieren würde.
Insgesamt wurden seit 2003 31 Technologieplattformen gegründet. Ihr primäres Ziel ist Einfluss auf die Industrie- und Forschungspolitik auf europäischer, nationaler und regionaler Ebene zu nehmen und öffentliche und private Finanzierungsmöglichkeiten für Forschung und Entwicklung, Innovation und Schlüsselbereiche der Technologie zu erschließen.