Syrien: womöglich schwerste Gefechte seit Beginn des Krieges
Syrien steuert womöglich auf die heftigsten Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Rebellen seit Beginn des Krieges vor sieben Jahren zu.
In Syrien fliegen Regierungstruppen intensive Luftangriffe. Die Kämpfe mit Rebellengruppen könnten zu den schlimmsten seit Beginn des Bürgerkriegs vor sieben Jahren werden.
Sollte sich die Offensive der Regierungstruppen auf Rebellengebiete im Südwesten des Landes zu einer regelrechten Schlacht ausweiten, könnte sie Ausmaße bekommen wie die Kämpfe von Aleppo und Ost-Ghuta zusammen, sagte der UN-Sondergesandte Staffan de Mistura am Mittwoch. Mit Großoffensiven auf Aleppo und Ost-Ghuta hatten syrische Regierungstruppen die einstigen Rebellenhochburgen unter ihre Kontrolle gebracht. Jetzt nehmen sie verstärkt den Südwesten des Landes ins Visier.
Nach jüngsten Luftangriffen mussten dort drei Krankenhäuser ihren Betrieb einstellen, wie eine Hilfsorganisation mitteilte. Opferzahlen lagen zunächst nicht vor. Die syrische Regierung hat wiederholt dementiert, medizinische Einrichtungen absichtlich anzugreifen.
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Seit gut einer Woche versuchen regierungstreue Einheiten verstärkt, die Kontrolle über das Gebiet zu gewinnen. Seitdem seien etwa 47 Zivilisten getötet worden, teilte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Den UN zufolge trieben die Kämpfe 45.000 Menschen in die Flucht. Die USA schätzen diese Zahl sogar auf 70.000.
Die Regierung in Washington hatte Assad unlängst vor einem Militäreinsatz in dem Gebiet gewarnt, wo eine von den USA und Russland vermittelte Waffenruhe zunächst für eine Eindämmung der Kämpfe gesorgt hatte. Dennoch zeichnen sich bisher keine Bemühungen der USA ab, Assad bei seinem Vorstoß zu stoppen.