Synthetische Kraftstoffe: Neues Wundermittel für nachhaltige Mobilität? [DE]

Führende Automobilhersteller und Kraftstoffunternehmen sind ein neues Bündnis eingegangen, um die Verwendung synthetischer Kraftstoffe zu fördern.

Führende Automobilhersteller und Kraftstoffunternehmen sind ein neues Bündnis eingegangen, um die Verwendung synthetischer Kraftstoffe zu fördern.

Die drei Autohersteller DaimlerChrysler, Renault und Volkswagen sowie die Benzinproduzenten Sasol Chevron und Shell sind die Gründungsmitglieder der „Alliance for Synthetic Fuels in Europe“ (ASFE).

Auf der Gründungsveranstaltung brachte Rob Routs, Geschäftsführer von Shell, sein Vertrauen in das Marktpotential synthetischer Kraftstoffe, insbesondere GtL-Kraftstoffe, welche schon weiter fortgeschritten seien, zum Ausdruck.  Er deutete an, dass auch wenn die meisten GtL-Produktionsstätten  nochimmer im Nahen Osten (Katar) und Südafrika seien, könnten in Europa bereits in den nächsten Jahren neue Werke entstehen (für 2007 ist ein Werk in Freiberg, in der Nähe von Dresden, geplant).  Im Allgemeinen ist Routs der Ansicht, dass synthetische Kraftstoffe in Zukunft „als eine Brücke zu neuen CO2-armen erneuerbaren Brennstoffen“ eine wichtige Rolle spielen werden (Brennstoffzellen, Wasserstoff).

Thomas Weber von Daimler Chrysler forderte die europäischen Politiker dazu auf, angemessene Bedingungen für die Entwicklung synthetischer Brennstoffe zu schaffen (steuerliche und finanzielle Anreize, ein integrierter Ansatz zur CO2-Reduktion bei Autos, höhere Ausgaben für F&E im Bereich alternative Brennstoffe).

GtL und andere synthetische Kraftstoffe stehen vor zahlreichen Herausforderungen:

  • Rentabilität:  Bisher sind diese Kraftstoffe immer noch teurer als herkömmliches Benzin oder herkömmlicher Diesel. 
  • Treibhausgasemissionen:  Die Emission von Treibhausgasen bei GtL ist vergleichbar mit der Emission herkömmlicher Benzine und die interessantere Alternative von BtL-Kraftstoffen ist noch nicht marktreif.
  • Europas Energieabhängigkeit:  die meisten Produktionsanlagen befinden sich außerhalb Europas, wodurch das Problem der Abhängigkeit von „instabilen“ Regionen nicht sofort gelöst werden kann.
  • Allgemeiner Energiewettbewerb:  Laut einiger Experten könnte GtL in Zukunft mit Flüssiggas zur Energienutzung konkurrieren.  Dies könnte zu einer erhöhten Nutzung fossiler Brennstoff Einrichtungen zur Energiegewinnung (Kohle) führen;  Diesem Argument entgegnete ein Sprecher dieser Veranstaltung mit, „Wir haben genügend Gas um alle Bedürfnisse zu befriedigen“.