Strukturfonds in Rumänien: Wie soll das Geld ausgegeben werden? [DE]

Nach dem EU-Beitritt im Januar 2007 könnte Rumänien Mittel aus den Struktur- und Kohäsionsfonds der EU in Höhe von 19 Mrd. Euro beantragen. Jedoch besteht weiterhin Zweifel an der Fähigkeit der rumänischen Verwaltung, Mittel in dieser Höhe zu verwalten und einzusetzen. 

Nach dem EU-Beitritt im Januar 2007 könnte Rumänien Mittel aus den Struktur- und Kohäsionsfonds der EU in Höhe von 19 Mrd. Euro beantragen. Jedoch besteht weiterhin Zweifel an der Fähigkeit der rumänischen Verwaltung, Mittel in dieser Höhe zu verwalten und einzusetzen. 

Rumänien hätte theoretisch Anspruch auf 19,7 Mrd. Euro aus den Strukturfonds der EU für den Zeitraum 2007-2013, sagt Razvan Cotovelea, Beamter im rumänischen Finanzministerium. Derzeit läuft eine Debatte hinsichtlich der Frage, ob die Regierung des Landes und die Unternehmen in der Lage sein werden, die notwendigen Projekte auf die Beine zu stellen und die Fördermittel aus der EU einzusetzen.

Bei einer von den rumänischen Online-Medien EURACTIV.ro und HotNews.ro organisierten Debatte wurden die bevorstehenden Probleme bei der Mittelvergabe diskutiert.

Charles White von der Generaldirektion Regionalpolitik der Kommission erklärte, dass die Kommission aufgrund früherer Erfahrungen während der Verhandlungen über operationelle Programme zusätzliche Informationen von den nationalen Behörden verlangten. Er nannte ebenfalls die Prioritäten der Kommission bei der Vergabe der Struktur- und Kohäsionsbeihilfen, die primär auf die Stärkung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit und die Schaffung von Arbeitsplätzen ausgerichtet sind. 

Razvan Cotovela, Koordinator der EU-Fonds in Rumänien, betonte, dass die Verhandlungen gut liefen und dass voraussichtlich vor Ende des ersten Halbjahres 2007 mindestens zwei der sieben rumänischen operationellen Programme von der Kommission angenommen würden. Cotovela betonte, dass das wichtigste Ziel sei, die sozialen und ökonomischen Disparitäten zwischen Rumänien und dem Durchschnitt der EU-Mitgliedstaaten zu mindern.

Während der Debatte stellten Vertreter des öffentlichen und privaten Sektors Fragen bezüglich der Zugänglichkeit von EU-Mitteln und machten deutlich, dass in diesem Bereich weiterhin ein Informationsdefizit herrscht.

Die Debatte wird in Form eines Online-Projekts über EU-Fonds („euROfunduri“) weitergeführt, das darauf abzielt, Informationen über die EU-Fonds zu vermitteln. Das Projekt, das von EURACTIV.ro und HotNews.ro durchgeführt wird, wird von der Raiffeisen Bank unterstützt.