Statt EU-Balkan-Gipfel: Serbischer Präsident trifft sich in China mit Putin
Statt am einem Gipfeltreffen zur regionalen Kooperation zwischen EU-Ländern und dem Westbalkan teilzunehmen, reiste der serbische Präsident Vučić nach China und hat dort nach eigenen Angaben auch ein Gespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin geführt.
Statt am einem Gipfeltreffen zur regionalen Kooperation zwischen EU-Ländern und dem Westbalkan teilzunehmen, reiste der serbische Präsident Vučić nach China und hat dort nach eigenen Angaben auch ein Gespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin geführt.
Vučić reiste nach China, um eine Reihe von Handelsabkommen zu unterzeichnen. Er überließ es Premierministerin Ana Brnabic, Serbien auf dem Gipfeltreffen des Berliner Prozesses in Tirana zu vertreten.
Als ein Journalist von Channel One fragte, wie das Treffen mit Putin verlaufen sei, sagte Vucic: „Wie immer. Wir haben freundschaftliche Beziehungen.“
Putin wird vom Internationalen Strafgerichtshof wegen der Entführung von Kindern aus der Ukraine und anderer Kriegsverbrechen im Zusammenhang mit der Invasion der Ukraine per Haftbefehl gesucht. Vucic hat sich bisher geweigert, die Außenpolitik Serbiens an die der EU anzupassen, während er die Beziehungen zu Russland seit Beginn des Krieges vertieft hat.
Einzelheiten aus dem Gespräch in der chinesischen Hauptstadt wurden nicht bekannt gegeben.
Sowohl Vučić als auch Putin waren in Peking, um an dem internationalen Forum zur Neuen Seidenstraße teilzunehmen, einem globalen Investititionsprojekt der chinesischen Führung. Es war das erste Mal, dass sie seit dem russischen Einmarsch in der Ukraine im März 2022 persönlich aufeinander trafen.
Vučić betonte, dass der Besuch in Peking auch als Gelegenheit zum Aufbau internationaler Beziehungen zu Afrika und Asien diene.
Der serbische Außenminister Ivica Dačić ging auf die Bedenken der EU bezüglich des Abkommens mit China ein.
Die EU hatte angedeutet, dass Serbien nach einem möglichen Beitritt zur EU von allen bilateralen Freihandelsabkommen zurücktreten solle. Daraufhin antwortete Dačić, die EU solle zunächst die Bedingungen für den Beitritt Serbiens festlegen. Er hob die historische Bedeutung des Freihandelsabkommens zwischen Serbien und China hervor und erklärte, dass Serbien in den kommenden Jahrzehnten davon erheblich profitieren werde.