Ständige NATO-Stützpunkte spalten Finnland

Die finnische Bevölkerung ist in Bezug auf NATO-Stützpunkte und die Rolle im Bündnis gespalten. Eine NATO-Mitgliedschaft des Landes wird aber weiterhin von einer überwältigen Mehrheit im Land unterstützt.

Euractiv.com
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Puzzle,Made,From,Finland,And,Nato,Flags [Shutterstock/Tomas Ragina]

Die finnische Bevölkerung ist in Bezug auf NATO-Stützpunkte und die Rolle im Bündnis gespalten. Eine NATO-Mitgliedschaft des Landes wird aber weiterhin von einer überwältigen Mehrheit im Land unterstützt.

Eine von MTV3 News in Auftrag gegebene Umfrage, die am Montag (9. Januar) veröffentlicht wurde, ergab, dass 48 Prozent der Befragten gegen die Einrichtung permanenter NATO-Stützpunkte und -Stiefel auf finnischem Boden sind. Für eine solche Infrastruktur sprachen sich 39 Prozent aus, während 13 Prozent sich keine Meinung bilden konnten.

Die künftige Rolle Finnlands in der Allianz spaltet ebenfalls die öffentliche Meinung.

Finnland hat bereits an internationalen NATO-Einsätzen teilgenommen, und 49 Prozent der finnischen Bürger:innen würden es begrüßen, wenn das Land nach seinem Beitritt eine noch aktivere Rolle einnehmen würde. Allerdings würden 42 Prozent nur die eigene territoriale Integrität Finnlands verteidigen wollen. Keine eindeutige Meinung haben 9 Prozent.

In Bezug auf die NATO-Mitgliedschaft Finnlands und Schwedens schien der finnische Außenminister Pekka Haavisto in einem Interview mit der Helsingin Sanomat während der Sicherheitskonferenz im schwedischen Sälen vorsichtig den Einsatz zu erhöhen und den Ball in Richtung NATO selbst zu spielen.

In dem am Montag (9. Januar) veröffentlichten Interview sagte Haavisto, dass für den Fall, dass die Türkei die Anträge Finnlands und Schwedens bis zum NATO-Gipfel in Vilnius Anfang Juli nicht ratifiziert hat, selbst wenn beide Länder die Beitrittskriterien erfüllen, „die Frage aufkommt, ob die Türen der NATO wirklich offen sind.“