Spannung wächst im Konflikt zwischen Airbus und Boeing [DE]
Derzeit bereiten die EU und die USA sich auf die Austragung des bisher größten Konflikts im Rahmen der WTO vor. Boeing bemüht sich derweil, die möglichen Auswirkungen des Konflikts auf die transatlantischen Beziehungen herunterzuspielen. Das Unternehmen betont jedoch die Notwendigkeit beider Seiten, sich auf eine Einigung in den Verhandlungen zu konzentrieren.
Derzeit bereiten die EU und die USA sich auf die Austragung des bisher größten Konflikts im Rahmen der WTO vor. Boeing bemüht sich derweil, die möglichen Auswirkungen des Konflikts auf die transatlantischen Beziehungen herunterzuspielen. Das Unternehmen betont jedoch die Notwendigkeit beider Seiten, sich auf eine Einigung in den Verhandlungen zu konzentrieren.
Die USA haben der WTO am 15. November 2006 Beweise für angeblich unerlaubte Subventionszahlungen für den europäischen Flugzeugbauer Airbus seitens der EU, Frankreichs, Deutschlands, Spaniens und Großbritanniens vorgelegt. Diese Maßnahme hat den Druck auf beide Seiten erhöht, eine einvernehmliche Lösung in dem zwei Jahre währenden Konflikt zu finden.
Bisher hatten beide Seiten einen offenen Konflikt umgangen und ihr Bemühen um eine Einigung betont und den Rechtsstreit mit verfahrenstechnischen Details verzögert. Sollte der Konflikt tatsächlich verhandelt werden, werden voraussichtlich sowohl die USA als auch die EU wegen illegaler Subventionen für ihre jeweiligen Flugzeugbauer für schuldig befunden werden. Dies wäre für beide Unternehmen schädigend und könnte die transatlantischen Handelsbeziehungen beeinträchtigen.
Der handelspolitische Sprecher der EU, Peter Power, warf den USA und Boing vor, ein Gerichtsverfahren einer außergerichtlichen Einigung vorzuziehen.
In einem Interview mit EURACTIV sagte jedoch Boeings Vizepräsident für Handelspolitik, Ted Austell, dass die USA sich lediglich an die Zeitfrist hielten und die amerikanische Einreichung in keinster Weise die Möglichkeit für eine einvernehmliche Einigung ausschließe. Er wies den Vorwurf zurück, der Vorstoß der Amerikaner komme zu einem Zeitpunkt als Boeing auf einem Tiefpunkt sei und ziele darauf ab, dem europäischen Unternehmen Schaden zuzufügen.
Lesen Sie das ganze Interview mit Ted Austell und Robert T. Novick, die Airbus in dem Subventionsstreit vor der WTO vertreten.