Spanien: Inflation und Arbeitslosigkeit steigen an [DE]
Arbeitslosigkeit und Verbraucherpreise sind in Spanien, das derzeit die rotierende EU-Präsidentschaft innehat, im Dezember deutlicher als erwartet angestiegen. Besonders die Arbeitslosigkeit hat ein historisches Hoch erreicht: Laut spanischer Presse verzeichnet sie den höchsten Wert seit 1996.
Arbeitslosigkeit und Verbraucherpreise sind in Spanien, das derzeit die rotierende EU-Präsidentschaft innehat, im Dezember deutlicher als erwartet angestiegen. Besonders die Arbeitslosigkeit hat ein historisches Hoch erreicht: Laut spanischer Presse verzeichnet sie den höchsten Wert seit 1996.
Die spanischen Verbraucherpreise stiegen im Dezember durch die Basiseffekte der gestiegenen Energiepreise im Verlauf des letzten Jahres höher als die erwarteten 0,9% im Vergleich zum Vorjahr an. Die schwache Wirtschaft bedeutete, dass die Arbeitslosigkeit ebenfalls anstieg.
Der spanische Index der Verbraucherpreise (CPI) lag im Dezember höher als die von Reuters vorhergesagten 0,8% und lag um 0,4% höher als im November, so Zahlen des spanischen Amts für Statistik am Dienstag.
Zusätzlich teilte das Arbeitsministerium mit, dass die Zahl der registrierten Arbeitslosen im Dezember bei 3,9 Millionen lag, 54.657 mehr als im Vormonat. Im November war die Zahl der Arbeitslosen um eine ähnliche Zahl angestiegen.
Die spanische Volkswirtschaft verharrt tief in der Rezession. Das Bruttoinlandsprodukt ist sechs Quartale in Folge geschrumpft, wodurch die Inflation auf niedrigem Niveau gehalten wird. Nach Angaben der Regierung wird erwartet, dass Spanien während der ersten Hälfte dieses Jahres weiterhin in der Rezession verbleibt.
Während die Erdölpreise die Inflation noch eine gewisse Zeit antreiben werden, könnte die schwache Wirtschaft die Inflation nächstes Jahr wieder herunterdrücken, so Silvio Peruzzo von RBS.
„Wir erwarten einen noch stärkeren Anstieg der Inflation im Januar, die bei deutlich über 1% liegen wird”, sagte er.
„Dieser Trend wird sich 2010 in den ersten paar Monaten des zweiten Quartals fortsetzen und von dem Punkt an wird die Inflation teilweise zurückgehen“, sagte Peruzzo und fügte hinzu, dass die Zahl der Arbeitslosen bei über vier Millionen liegen könnte.
Vor November verharrte der spanische CPI acht Monate in Folge im negativen Bereich.
(EURACTIV mit Reuters.)