Slowenien verzeichnet einen starken Anstieg der irregulären Migration
Die slowenische Polizei hat im vergangenen Jahr 32.042 Migranten aufgegriffen, die die Grenze irregulär überquert haben. Das ist ein Anstieg von 214 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, der größtenteils auf einen massiven Zustrom von Personen aus Afghanistan, Burundi, Indien, Pakistan und Russland zurückzuführen ist, wie die neuesten Statistiken zeigen.
Die slowenische Polizei hat im vergangenen Jahr 32.042 Migranten aufgegriffen, die die Grenze irregulär überquert haben. Das ist ein Anstieg von 214 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, der größtenteils auf einen massiven Zustrom von Personen aus Afghanistan, Burundi, Indien, Pakistan und Russland zurückzuführen ist, wie die neuesten Statistiken zeigen.
Afghanistan war das größte Herkunftsland mit 6.010 registrierten Migranten, eine Zahl, die sich im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt hat.
Es folgte Burundi, dessen Staatsangehörige im vergangenen Jahr auf irregulärem Wege nach Slowenien kamen. Eine inzwischen geschlossene Gesetzeslücke ermöglichte ihnen die visumfreie Einreise nach Serbien, von wo aus sie dann in die EU weiterreisten.
Die drittgrößte Gruppe stellten indische Staatsangehörige dar. Sie durften visumfrei in die Länder des Westbalkans reisen und reisten im vergangenen Jahr fast 3.900 Mal illegal ein, 2021 waren es nur 73.
Pakistan und Bangladesch sind seit langem wichtige Herkunftsländer, aber die Zahl der Migranten aus beiden Ländern ist im vergangenen Jahr erheblich gestiegen.
Die Polizei hat fast 2.400 Pakistaner aufgegriffen, gegenüber 1.500 im Vorjahr, und 2.100 Bangladescher, mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr.
Auch Russen stehen mit über 1.800 aufgegriffenen Staatsangehörigen ganz oben auf der Liste, ebenso wie Iraker (über 1.500) und Kubaner (fast 1.500).
Nahezu alle aufgegriffenen Personen, haben die Absicht geäußert, internationalen Schutz zu beantragen – ein starker Kontrast zu 2021, als es weniger als 6 000 solcher Fälle gab.
Wie in den letzten Jahren verlässt jedoch die überwiegende Mehrheit das Land, bevor sie einen formellen Asylantrag stellt; weniger als 7.600 Personen taten dies.
Die Zahl der Personen, die von ausländischen Strafverfolgungsbehörden in Slowenien aufgenommen wurden, stieg ebenfalls von 248 auf 427, wobei sich die Zahlen für die Nachbarländer kaum veränderten.
Die Zahlen für Österreich (von 70 auf 58) und Kroatien (von 15 auf 13) gingen zurück, und obwohl die Zahlen für Italien niedrig blieben, gab es einen leichten Anstieg von 26 auf 65.