Slowenien unterstützt Kroatiens Schengen-Beitritt

Slowenien befürworte den Beitritt Kroatiens zum Schengen-Raum sehr, sagte Innenministerin Tatjana Bobnar, die am Montag mit ihrem kroatischen Amtskollegen Davor Božinović zusammentraf.

sta.si
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Der kroatische Minister betonte, dass die Abschaffung der Grenzkontrollen das Reisen und das Leben für alle sehr viel einfacher machen würde und verwies auf die Zusammenarbeit und den grenzüberschreitenden Reiseverkehr zwischen den Ländern. [Shutterstock/Allard One]

Slowenien befürworte den Beitritt Kroatiens zum Schengen-Raum sehr, sagte Innenministerin Tatjana Bobnar, die am Montag mit ihrem kroatischen Amtskollegen Davor Božinović zusammentraf.

Die Minister:innen sprachen über die Vorbereitungen für ein Abkommen über die Zusammenarbeit zwischen den Polizeikräften beider Länder, das laut Bobnar „entscheidend und sehr wichtig“ für den Beitritt Kroatiens zum Schengen-Raum sei.

Die Gespräche seien seit Jahren ins Stocken geraten, doch nun sei ein großer Schritt in Richtung einer Einigung getan worden, so Bobnar.

„Natürlich erwarten wir von unseren kroatischen Partnern, dass sie die Kontrollen an der Außengrenze in vollem Umfang durchführen und alle anderen Aufgaben erfüllen, die die Schengen-Rechtsordnung vorsieht“, fügte sie hinzu.

Bobnar und Božinović waren sich einig, dass der Beitritt Kroatiens zum Schengen-Raum im besten Interesse beider Länder liege.

Der kroatische Minister betonte, dass die Abschaffung der Grenzkontrollen das Reisen und das Leben für alle sehr viel einfacher machen würde und verwies auf die Zusammenarbeit und den grenzüberschreitenden Reiseverkehr zwischen den Ländern.

„Es liegt auch an unseren Regierungen, gute und realistische Lösungen zu finden, um das zu erreichen, was die Bürger:innen von uns erwarten, nämlich ein Leben wie vor der Epidemie und der Migrationskrise, mit so wenig Verwaltungsaufwand wie möglich“, sagte er.

Als Sloweniens neue linksliberale Regierung im Juni ihr Amt antrat, befürchtete man in Kroatien, das Land würde aufgrund eines seit drei Jahrzehnten andauernden Grenzstreits versuchen, den Beitritt zum Schengen-Raum zu verhindern.

Zunächst hatten die Mitglieder der neuen slowenischen Regierung angedeutet, dass die Beilegung des Grenzstreits als Verhandlungsmasse dienen würde, doch nun scheint dies nicht mehr der Fall zu sein.