Slowenien schickt Diplomaten zurück nach Kyjiw
Die slowenische Regierung hat angekündigt, noch in dieser Woche Diplomat:innen nach Kyjiw zu entsenden, um die Ukraine diplomatisch zu unterstützen und die EU davon zu überzeugen, dasselbe zu tun.
Wie die meisten ausländischen Diplomat:innen haben auch die slowenischen diplomatischen Vertreter:innen Kyjiw am Beginn der russischen Invasion verlassen. Während einige Botschaften ihre Vertreter:innen nach Lwiw verlegten, wurden die slowenischen Diplomaten nach Hause geschickt.
Der Botschafter wird nicht nach Kyjiw zurückkehren, und ein Geschäftsträger wird die Mission leiten. Die Diplomat:innen wurden gebeten, sich freiwillig für die Mission zu melden, und es ist noch nicht klar, wie viele von ihnen die Delegation bilden werden.
„Slowenien wird einen Geschäftsträger nach Kyjiw entsenden, um das Vertrauen in die Ukraine und ihre europäischen Perspektiven zu bekunden“, sagte Außenminister Anže Logar am Montag (21. März). Er sagte, andere EU-Mitglieder sollten ihre Diplomat:innen nach Kjyiw schicken, doch sei die Entscheidung Sloweniens „nicht von den Entscheidungen anderer Länder abhängig.“
Premierminister Janez Janša sagte, die Ukraine fühle sich im Stich gelassen und die EU müsse ihre Vertreter:innen zurück nach Kyjiw schicken, „jemand, der uns persönlich vertreten kann“, nachdem er letzte Woche zusammen mit seinen tschechischen und polnischen Amtskollegen einen Überraschungsbesuch in Kyjiw abgestattet hatte.
Wie Logar sagte, hat Slowenien während seines Unabhängigkeitskrieges sehr turbulente Zeiten durchlebt und „wir wissen, wie wichtig die Unterstützung ist, die wir zeigen, auch wenn sie eher symbolisch sein mag. In diesem Sinne ist unsere Entscheidung von der ukrainischen Seite sehr gut aufgenommen worden.“