Slowenien plant Milliardeninvestitionen in Stromnetz
Slowenien plant, in den nächsten 10 Jahren 3,5 Milliarden Euro in sein Stromnetz zu investieren, um es für den mit der Energiewende erwarteten Anstieg der Stromnachfrage zu rüsten.
Slowenien plant, in den nächsten 10 Jahren 3,5 Milliarden Euro in sein Stromnetz zu investieren, um es für den mit der Energiewende erwarteten Anstieg der Stromnachfrage zu rüsten.
Der 10-Jahres-Investitionsplan, der vom staatlichen Stromnetzbetreiber SODO in Zusammenarbeit mit allen fünf Netzbetreiberunternehmen des Landes ausgearbeitet wurde, erhielt grünes Licht von der Energieagentur des Landes.
Mit dem Plan sollen die Herausforderungen der Dekarbonisierung, der Dezentralisierung der Stromerzeugung und des zunehmenden Einsatzes von Strom im Verkehr und beim Heizen bewältigt werden, erklärte SODO letzte Woche.
Von den Gesamtinvestitionen entfallen 2,5 Milliarden Euro beziehungsweise 72 Prozent auf die Nieder- und Mittelspannungsnetze, die bisher nicht in dem Maße modernisiert wurden, wie es für den derzeitigen Umfang und Verbrauch erforderlich ist. Davon sind 1,2 Milliarden Euro für das Niederspannungsnetz vorgesehen, während 12 Prozent in die 110-Kilovolt-Infrastruktur und 8 Prozent in sekundäre Anlagen fließen.
Der neue Investitionsplan kam zustande, nachdem der derzeitige Ausbau der erneuerbaren Energien, insbesondere der Solarenergie, eklatante Schwachstellen im Netz aufgedeckt und dazu geführt hat, dass viele Haushalte ihre Solarprojekte auf Dächern wegen unzureichender Netzkapazitäten nicht von den Regulierungsbehörden genehmigt bekommen haben.
Die Finanzierung des Plans bleibt jedoch vorerst unklar.
Es ist unwahrscheinlich, dass die Verteilerunternehmen über das nötige Kapital verfügen, um den Plan zu finanzieren, unter anderem wegen der Befreiung von den Netzgebühren, die kürzlich eingeführt wurde, um die Stromkosten zu senken und die Lebenshaltungskostenkrise zu mildern.