Slowenien kauft gesamte Inlandsproduktion von Weizen auf
Die slowenische Agentur für Rohstoffreserven wird den gesamten Weizen aufkaufen, den die slowenischen Landwirt:innen in diesem Jahr produzieren, um die Lebensmittelversorgung zu sichern und die Preise zu stabilisieren.
Die slowenische Agentur für Rohstoffreserven wird den gesamten Weizen aufkaufen, den die slowenischen Landwirt:innen in diesem Jahr produzieren, um die Lebensmittelversorgung zu sichern und die Preise zu stabilisieren.
Der Kauf, zu dem die Landwirt:innen die Regierung gedrängt haben, soll die Ankaufspreise stabilisieren und indirekt die Einzelhandelspreise kontrollieren.
„Leider verschlechtert sich die Lage in der Welt und insbesondere in der Ukraine täglich, was sich nicht nur in den Preisen, sondern auch in der Verfügbarkeit von Lebensmitteln niederschlägt“, sagte Premierminister Robert Golob am Freitag (1. Juli).
Zusätzlich zum Großeinkauf des gesamten Weizens erhalten die Erzeuger:innen 22 Millionen Euro an Beihilfen, darunter Subventionen für Kraftstoff, Dünger und andere Betriebsmittel.
„Wir wollen den Bauern und Bäuerinnen helfen, indem wir ihre Kosten senken, und gleichzeitig soll diese Ernte vollständig in Slowenien bleiben“, sagte der Premierminister.
Golob erklärte, dass Slowenien mit größeren Rohstoffreserven als üblich in den Herbst gehen werde, „weil wir keinen ganz normalen Winter vor uns haben und es richtig ist, uns vorzubereiten.“
„Wir ziehen es vor, den gesamten Weizen direkt von den Landwirt:innen zu kaufen, anstatt ihn im Herbst von den Händlern zu kaufen und dafür deutlich mehr zu bezahlen“, sagte er und kündigte für die kommenden Wochen direkte Verhandlungen mit den Weizenproduzent:innen an.
Darüber hinaus plant das Landwirtschaftsministerium, die Preise von 15 Produkten zu überwachen, ein Schritt, der, wie Golob betonte, nicht auf eine Preisregulierung hinausläuft.
„Es ist keine Regulierung. Die Preise werden nicht von der Regierung, sondern von den Einzelhändlern festgelegt, wobei die Regierung dafür sorgen wird, dass die Preise vergleichbar und öffentlich bekannt sind“, so Golob.
Slowenien verzeichnete im Juni eine Inflationsrate von 10,4 Prozent, die höchste seit fast 26 Jahren. Während die Kraftstoffpreise schon seit einiger Zeit reguliert werden, ist dies der erste Schritt, der sich direkt auf die Inflation der Lebensmittelpreise bezieht.