Slowakei und Ungarn besprechen Schutz des slowakischen Luftraums

Die Slowakei und Ungarn werden über eine mögliche Beteiligung Budapests am Schutz des slowakischen Luftraums sprechen, bestätigte der ungarische Verteidigungsminister am Montag in Bratislava gegenüber seinem slowakischen Amtskollegen.

EURACTIV.sk
Russian Defense Minister Sergey Shoigu’s plane banned from Polish airspace
Am Dienstag findet in der slowakischen Stadt Banská Štiavnica ein Treffen der Verteidigungsminister der V4-Länder statt, das unter der Schirmherrschaft des slowakischen Vorsitzes in der Visegrád-Gruppe steht. [EPA/JOZEF JAKUBCO]

Die Slowakei und Ungarn werden über eine mögliche Beteiligung Budapests am Schutz des slowakischen Luftraums sprechen, bestätigte der ungarische Verteidigungsminister Kristóf Szalay-Bobrovniczky am Montag in Bratislava gegenüber seinem slowakischen Amtskollegen Jaroslav Naď.

Dieser Schritt ergänzt den Schutz, den die beiden anderen V4-Verbündeten, Polen und Tschechien, bereits bieten.

Seit September wird der slowakische Luftraum von den tschechischen und polnischen Luftstreitkräften geschützt, da die Slowakei beschlossen hat, den Einsatz von MiG-29-Kampfflugzeugen aus der Sowjet-Ära auslaufen zu lassen.

Die Slowakei diskutiert derzeit mit ihren NATO-Partnern und Kyjiw die Möglichkeit, diese in die Ukraine zu entsenden.

„Ich freue mich auf weitere Gespräche über die Möglichkeit, dass Ungarn sich Polen und Tschechien anschließt“, sagte Naď.

Nach den vorliegenden Informationen mussten bis letzte Woche weder tschechische noch polnische Flugzeuge zum Schutz des slowakischen Luftraums eingreifen.

„Obwohl wir unterschiedliche Meinungen haben, wollen wir so schnell wie möglich Frieden mit unseren Nachbarn haben“, sagte Szalay-Bobrovniczky mit Blick auf die unterschiedlichen Positionen der Slowakei und Ungarns im Zusammenhang mit dem Konflikt in der Ukraine.

Am Dienstag findet in der slowakischen Stadt Banská Štiavnica ein Treffen der Verteidigungsminister der V4-Länder statt, das unter der Schirmherrschaft des slowakischen Vorsitzes in der Visegrád-Gruppe steht.

Die Slowakei hatte ihr Raketensystem S-300 bereits an die Ukraine geliefert, da es sich, ähnlich wie die MiG, dem Ende der technischen Nutzungsdauer näherte.

Im Jahr 2018 unterzeichnete die Slowakei einen Vertrag über die Lieferung neuer F-16-Kampfjets, deren Auslieferung sich jedoch gegenüber dem ursprünglichen Plan verzögern wird.

Die slowakische Armee soll die ersten amerikanischen Flugzeuge im Jahr 2024 erhalten.