Serbischer Politiker kritisiert Janšas "Aufruf zu Konflikten" auf dem Balkan
Ein vermeintlicher "Vorschlag" des slowenischen Ministerpräsidenten Janez Janša, der neue Grenzziehungen beinhalten könnte, steht weiterhin in der Kritik.
Ein informeller „Vorschlag“ des slowenischen Ministerpräsidenten Janez Janša, wonach die beste Lösung für die Krise(n) auf dem Westbalkan darin bestehe, den „Prozess der Auflösung Jugoslawiens“ endgültig zu vollenden, steht weiterhin in der Kritik.
Die angebliche Aussage des slowenischen Regierungschefs sei „nichts anderes als ein Aufruf zu neuen Konflikten“ und zu einer Rückkehr in die Situation der 1990er Jahre, aus der Janša mental nie herausgekommen zu sein scheine, kritisierte der Vorsitzende der Sozialdemokratischen Partei Serbiens, Rasim Ljajić, am Mittwoch.
„Das ist das beste Beispiel dafür, wie nationalistische Populisten Lösungen vorschlagen, die auf den ersten Blick einfach und logisch erscheinen – aber anstatt eines zu lösen, werden Dutzende neuer Probleme in der Region geschaffen,“ warnte Ljajić gegenüber der in Belad ansässigen Nachrichtenagentur Beta.
Weiter sei der rechte slowenische Politiker offenbar der Ansicht, dass Staatsgrenzen mit „ethnischen Grenzen“ übereinstimmen müssten: Nur Mitglieder einer homogenen ethnischen Gruppe könnten demnach in einem Staat zusammen leben.
„Diese Theorie des 19. Jahrhunderts war genau das, was uns in die Kriege der 1990er-Jahre geführt hat. Janez Janša würde gerne – wohlgemerkt aus sicherer Entfernung – neue ethnische Konflikte oder möglicherweise die ‚humane Vertreibung‘ einer Bevölkerungsgruppe von einem Staat in einen anderen sehen,“ fügte Ljajić hinzu.
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