Selenskyj bei Sicherheitskonferenz: Ukrainischer Sieg 'alternativlos'
Es gebe keine Alternative zum ukrainischen Sieg, betonte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Freitag (17. Februar) per Videobotschaft auf der Münchner Sicherheitskonferenz.
Es gebe keine Alternative zum ukrainischen Sieg, betonte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Freitag (17. Februar) per Videobotschaft auf der Münchner Sicherheitskonferenz.
„Es gibt keine Alternative zum ukrainischen Sieg (…), keine Alternative zur Ukraine in der EU, keine Alternative zur Ukraine in der NATO“, sagte Selenskyj, als er sich per Videoübertragung an die versammelten Spitzenpolitiker, Sicherheitsbeamten und Diplomaten der Welt wandte.
„Es geht nicht nur um die Ukraine“, sagte Selenskyj, der den Krieg mit Russland mit dem mythischen Kampf zwischen David und Goliath verglich.
„Es geht darum, dass Goliath verlieren muss und dazu gibt es keine Alternative“, sagte er und fügte in Bezug auf die westliche Militärhilfe für die Ukraine hinzu: „Ich bin jedem dankbar, der dem ukrainischen David eine Schleuder gibt.“
Die diesjährige Konferenz ist die erste seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine vor fast einem Jahr, am 24. Februar 2022.
Zu dem dreitägigen Sicherheitsforum werden etwa 40 Staats- und Regierungschefs sowie Politiker und Sicherheitsexperten aus fast 100 Ländern, darunter den Vereinigten Staaten, Europa und China, erwartet.
Zum ersten Mal seit zwei Jahrzehnten haben die Organisatoren der Konferenz keine russischen Vertreter eingeladen.
In seiner Ansprache kritisierte der ukrainische Präsident jedoch auch die Verbündeten Kyjiws für ihr zögerliches Handeln, um Russland nach der Annexion der Krim im Jahr 2014 in die Schranken zu weisen, und für ihr Versagen, die Ukraine in den Jahren vor dem Ausbruch des Krieges zu unterstützen.
Selenskyj forderte die westlichen Verbündeten auf, ihre Waffenlieferungen zu beschleunigen. Es gibt Befürchtungen einer neuen russischen Offensive, welche bis April die Stadt Bakhmut einnehmen soll.
Kyjiw hat in den letzten Wochen wiederholt den Westen aufgefordert, auch Kampfjets zu liefern. Bisher hat sich jedoch kein Land öffentlich dazu bereit erklärt, dies zu tun.
„Wir müssen uns beeilen. Wir brauchen Tempo – Tempo unserer Vereinbarungen, Tempo unserer Lieferungen (…), Tempo der Entscheidungen, um die russischen Möglichkeiten zu begrenzen“, sagte Selenskyj.
„Es gibt keine Alternative zur Geschwindigkeit, denn von ihr hängt das Leben ab“, fügte er hinzu.
‚Kein Tabu bei Waffen‘
In einer Rede am frühen Freitagmorgen an der Seite des niederländischen Premierministers Mark Rutte in Kyjiw sagte Selenskyj, es dürfe keine „Tabus“ bezüglich der Lieferung von Militärhilfen an die Ukraine geben.
Selenskyj sagte, Kyjiw habe ein „gemeinsames Verständnis“ mit den Niederlanden in dieser Frage.
„Es sollte keine Tabus für die Lieferung und Unterstützung von Waffen an unsere Armee, an unsere Ukraine geben, denn sie unterstützen und schützen unsere Souveränität“, so Selenskyj.
[Bearbeitet von Zoran Radosavljevic]