Seehofer will Einreise aus Mutationsgebieten untersagen
Nachdem zunächst eine europäische Regelung abgewartet wurde, will Deutschland nach Angaben von Bundesinnenminister Horst Seehofer Reisen aus Ländern mit einem hohen Vorkommen der mutierten Coronavirus-Varianten verbieten. Eine Entscheidung darüber wird für heute erwartet.
Nachdem zunächst eine europäische Regelung abgewartet wurde, will Deutschland nach Angaben von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) Reisen aus Ländern mit einem hohen Vorkommen der mutierten Coronavirus-Varianten verbieten. Eine Entscheidung darüber wird für heute (29. Januar) erwartet.
Von einem solchen Reiseverbot wären fünf Länder betroffen, die von der Bundesregierung derzeit als „Mutationsgebiete“ eingestuft werden: Großbritannien, Irland, Portugal, Südafrika und Brasilien. Seehofer betonte, dass diese Maßnahmen alle Verkehrswege betreffen werden. Ziel sei es, „aus diesen Ländern – also Mutationsgebieten – die Einreise zu untersagen“.
„Wir können (…) nicht damit rechnen, dass es jetzt in absehbarer Zeit zu einer europäischen Lösung kommt, die auch unseren Vorstellungen entspricht“, erklärte Seehofer vor Beratungen mit seinen EU-Kollegen in einer Video-Konferenz. Aus diesem Grund bereite Berlin “das jetzt national vor“, so Seehofer weiter.
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Seehofer hat ferner klargestellt, dass er „für enge Ausnahmen [ist] – nicht für einen Schweizer Käse“. Der Warenverkehr solle ebenso wenig eingeschränkt werden wie die Einreise deutscher Staatsbürger, die in den betroffenen Ländern leben, betonte Seehofer. Einzelheiten wollte der Bundesinnenminister jedoch nicht bekannt geben.
Seit einigen Wochen gelten in Deutschland bereits verschärfte Maßnahmen für Reisende. So müssen Personen aus 30 Hochrisikoländern bei der Einreise einen negativen Coronavirus-Test vorweisen und eine Quarantäne von mindestens fünf Tagen ist vorgeschrieben.