Schwedischer Ex-Premier wird neuer EU-Parteichef der Sozialisten
Der ehemalige schwedische Premierminister Stefan Löfven wird als einziger Kandidat die Rolle des neuen Vorsitzenden der Sozialdemokratischen Partei Europas übernehmen, heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten Pressemitteilung.
Der ehemalige schwedische Premierminister Stefan Löfven wird als einziger Kandidat die Rolle des neuen Vorsitzenden der Sozialdemokratischen Partei Europas (SPE) übernehmen, heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten Pressemitteilung.
Die SPE ist eine sozialdemokratische europäische politische Partei, deren Fraktion im EU-Parlament die Progressive Allianz der Sozialisten und Demokraten (S&D) ist. Ihr bisheriger Vorsitzender, Sergey Stanischew, kündigte letzten Monat an, dass er nicht für eine vierte Amtszeit als Vorsitzender kandidieren werde.
Löfven wird nun Stanischew ablösen und auf dem SPE-Kongress in Berlin, der am Freitag und Samstag stattfindet, den Vorsitz der Partei übernehmen, heißt es in der Pressemitteilung weiter.
„Wir leben in turbulenten Zeiten. Die sehr ernste Sicherheitslage, die Klimabedrohung, wachsende Ungleichheiten und die Bedrohung der Demokratie sind einige der großen Herausforderungen, denen wir uns gemeinsam stellen. In Zeiten wie diesen kommt den europäischen Sozialdemokraten eine entscheidende Rolle zu“, so Löfven.
„Ich werde das Amt des SPE-Vorsitzenden mit der Überzeugung antreten, dass Europa für den globalen Frieden und die Sicherheit wichtig ist und dafür sorgen muss, dass alle Menschen in eine bessere Zukunft blicken können“, fügte er hinzu.
Die amtierende Premierministerin Magdalena Andersson, die die Sozialdemokratische Partei führt, äußerte sich positiv zu Löfvens neuer Ernennung.
„Endlich kann die Sozialdemokratische Partei Europas wieder zu einem Kongress zusammenkommen. Ich freue mich auf die Wahl von Stefan Löfven zum neuen Vorsitzenden der SPE. Wir Sozialdemokraten sind sehr stolz auf diese Nominierung“, sagte sie.
„Die breite Unterstützung für Stefan Löfven als neuen Präsidenten ist eine Anerkennung für die starke Position der schwedisch-nordischen Sozialdemokratie“, fügte sie hinzu.
Der bevorstehende SPE-Kongress, der von der deutschen SPD ausgerichtet wird, wird die SPE-Führung wählen und ein politisches Programm für die kommenden Jahre verabschieden.