Schwedische Gesundheitsbehörden warnen vor möglicher neuer Variante
Neue Szenarien, die von der schwedischen Gesundheitsbehörde (FHM) modelliert wurden, gehen von einem weiteren raschen Rückgang der Corona-Infektionsrate aus und warnen davor, dass eine hypothetische neue Virusvariante im Frühjahr zu einem Anstieg der Infektionen führen könnte.
Neue Szenarien, die von der schwedischen Gesundheitsbehörde (FHM) modelliert wurden, gehen von einem weiteren raschen Rückgang der Corona-Infektionsrate aus und warnen davor, dass eine hypothetische neue Virusvariante im Frühjahr zu einem Anstieg der Infektionen führen könnte.
In ihrer am Montag (21. Februar) veröffentlichten Pressemitteilung stellte die FHM zwei Szenarien vor, die die mögliche zukünftige Entwicklung der Corona-Pandemie beschreiben.
In Szenario 0, dem wahrscheinlichsten Szenario, geht die FHM von einer weiteren Ausbreitung der Omicron-Variante aus. Die Ausbreitung der Krankheit dürfte sich von März bis zum Sommeranfang verlangsamen und auf einem sehr niedrigen Niveau einpendeln.
In Szenario 1 beschreibt die FHM jedoch das mögliche Auftreten einer neuen Corona-Variante.
„Eine hypothetische neue Virusvariante von besonderer Bedeutung könnte um den 20. März auftauchen und sich ausbreiten, die genauso infektiös ist wie Omicron“, heißt es in der Pressemitteilung.
Die FHM fügte hinzu, dass bei Personen, die zuvor mit Omicron infiziert waren, davon ausgegangen wird, dass die Schutzwirkung gegen die neue Virusvariante nach drei Monaten nachlässt. In einem solchen Szenario würde die Ausbreitung der Infektion im Frühjahr 2022 zunehmen und Mitte Mai ihren Höhepunkt erreichen.
„Szenario 1 sollte als Illustration einer hypothetischen Entwicklung betrachtet werden“, so die FHM, und fügte hinzu, dass „die Gesundheitsbehörde die Entwicklung in Szenario 1 nicht für wahrscheinlich hält, sie aber auch nicht ausschließen kann“.
„Es ist daher wichtig, im Gesundheits- und Sozialwesen ein hohes Maß an Bereitschaft aufrechtzuerhalten“, erklärte der schwedische Chef-Epidemiologe Anders Tegnell nach der Veröffentlichung der Szenarien. Er forderte die Menschen außerdem auf, weiterhin gute Hygienegewohnheiten einzuhalten, um ein mögliches Wiederauftreten des Virus zu verhindern und den Druck auf die Gesundheitsdienste zu mindern.
In Schweden begann das Auslaufen der Corona-Maßnahmen am 9. Februar. Dazu gehört die Abschaffung ausdrücklicher Teilnehmerbeschränkungen, sowie Abstandsregeln und die Voraussetzung einer Impfung bei öffentlichen Versammlungen und Veranstaltungen.