Schweden befürwortet ausgeglichene Hedgefond-Regulierung [DE]
Der schwedische Finanzminister, der gestern (1. Juli 2009) mit seinem Land den Vorsitz der EU übernahm sagte, dass Hedgefonds und Private Equity Unternehmen reguliert werden müssten, jedoch warnte er vor überambitionierten Initiativen, da diese nicht als Hauptursache der globalen Finanzkrise gesehen werden könnten.
Der schwedische Finanzminister, der gestern (1. Juli 2009) mit seinem Land den Vorsitz der EU übernahm sagte, dass Hedgefonds und Private Equity Unternehmen reguliert werden müssten, jedoch warnte er vor überambitionierten Initiativen, da diese nicht als Hauptursache der globalen Finanzkrise gesehen werden könnten.
Bei einer Rede nach dem Besuch der Europäischen Kommission in Stockholm, um den Beginn der sechsmonatigen Ratspräsidentschaft des skandinavischen Landes zu markieren, warnte der Finanzminister Mats Odell vor einer übereifrigen Regulierung.
Was gebraucht würde sei wohlbedacht, eine ausgeglichene Regulierung die systemische Risiken vermeide. „Ich glaube, dass es eine übertriebene Ansicht in einigen Ländern gibt, dass Private Equity und Hedgefonds dabei geholfen hätten uns in die Krise zu ziehen“, erklärte Odell gegenüber Reuters.
„Unsere Sicht ist, dass diese Sektoren reguliert werden müssen, aber ich möchte darauf hinweisen, dass es wichtig ist, dass dies in einer Art getan wird, die sie weiterhin eine Rolle spielen lassen wird und zum Wohlstand der EU beiträgt“ sagte er.
Die Regulierungsvorschläge aufzupäppeln soll eine der obersten Prioritäten für Schweden während seiner Präsidentschaft sein.
Die Europäische Kommission brachte im April Gesetzesentwürfe über die Gehälter von Bankmanagern hervor. Die Kommission schlug vor, dass sich Hedgefondsmanager registrieren und sich strengen Kontrollen unterziehen müssen, wenn sie in der EU arbeiten wollen (EURACTIV vom 30. April 2009).
Hedgefonds und Private Equity Organisationen würden Daten an Kontrolleure übermitteln müssen, um sicherzustellen, dass sich keine Risiken aufbauen die das System destabilisieren könnten. „Sie müssen Vorschläge machen und dann sind wir an der Reihe einen Konsens zu finden“, so Odell. „Es ist eine bedeutende Verhandlung und eine auf die ich mich freue“.
Er sagte, er wolle nicht ins Detail gehen, aber Schweden würde als verantwortungsvoller EU-Vorsitz agieren.
Die britische Finanzindustrie, die Europas größten Marktplatz beherbergt hat sich gegen zu viel Regulierung aus Brüssel stark gemacht. Viele Kommentatoren argumentieren aber, dass wenn die Vorschläge zu sehr verwässert würden, es nur Öl ins Feuer für eine neue Krise gießen würde.
(EURACTIV mit Reuters)