Schwächt das 'Nein' zur EU-Verfassung die Tragfähigkeit des Euro? [DE]

Die Ablehnung der EU-Verfassung durch die Franzosen und Niederländer hat einen Wertverlust des Euro zur Folge gehabt. Und obgleich sich die Finanzminister der Eurozone darum bemühen, den Euro verbal zu stärken, stellen einige Wissenschaftler die langfristige Tragfähigkeit der gemeinsamen Währung in Frage.

Die Ablehnung der EU-Verfassung durch die Franzosen und Niederländer hat einen Wertverlust des Euro zur Folge gehabt. Und obgleich sich die Finanzminister der Eurozone darum bemühen, den Euro verbal zu stärken, stellen einige Wissenschaftler die langfristige Tragfähigkeit der gemeinsamen Währung in Frage.

Die EU-Finanzminister haben sich seit dem Treffen des EcoFin-Rates in dieser Woche darum bemüht, den Euro verbal zu stärken. Der deutsche Finanzminister Hans Eichel ließ verlauten, die Andeutungen eines möglichen Zusammenbruchs der Eurozone im Kielwasser der Ablehnung der EU-Verfassung durch Frankreich und die Niederlande seien „absurd“ und der niederländische Finanzminister Gerrit Zalm sagte, die Möglichkeit eines Austritts aus der Eurozone sei für Italien keine ernstzunehmende Option, da er aufgrund steigender Zinssätze viel zu kostspielig sein würde.

Dennoch glauben verschiedene Wissenschaftler, dass der Euro in fünf Jahren unter zunehmendem Druck stehen wird. Ein Bericht des Brüsseler Think Tanks Centre for European Policy Studies (‚EMU at risk’) befasst sich mit diesem Szenario. 

Der Druck auf der Europäischen Zentralbank, ihre Zinspolitik zu ändern, um die Wirtschaften der Eurozone zu stärken, ist stetig gewachsen. Der Generaldirektor des Internationalen Währungsfonds Rodrigo Rato hat vor kurzem an die Europäische Zentralbank appelliert, die Zinssätze zu senken, sollte das Wirtschaftswachstum in der Eurozone schwach bleiben.