Schmutziger Wahlkampf in Serbien: Kosovo und Inflation im Mittelpunkt
Die Inflation, der Lebensstandard und der Kosovo seien die wichtigsten Themen, die in den Kampagnen der Regierungspartei und der Opposition vor den serbischen Wahlen im Dezember hervorgehoben werden. Experten sagen einen schmutzigen Wahlkampf voraus.
Die Inflation, der Lebensstandard und der Kosovo seien die wichtigsten Themen, die in den Kampagnen der Regierungspartei und der Opposition vor den serbischen Wahlen im Dezember hervorgehoben werden. Experten sagen einen schmutzigen Wahlkampf voraus.
Die Serbische Fortschrittspartei SNS werde den Wahlkampf ausschließlich über die Person und die Arbeit vom Präsidenten Aleksandar Vučić führen, der vermutlich fast jeden Tag im Fernsehen auftreten wird, so der Politikwissenschaftler Boban Stojanović gegenüber Euractiv.
„Wir werden eine schmutzige Kampagne von der Regierung bis zur Opposition haben, Konfrontationen auf persönlicher Ebene, wobei die schlimmsten Dinge über die bürgerliche und pro-nationale Opposition gesagt werden. Es wird auch enormen Druck auf die SNS-Wähler geben, auf die Angestellten des öffentlichen Sektors, Erpressung, Druck, Beweise, dass sie wählen werden und dass sie gewählt haben und ähnliches, besonders in kleineren Orten, wo es eine enorme Kontrolle gibt“, sagt Stojanović.
Er glaubt, dass die Hauptthemen von Regierung und Opposition die Inflation, der Lebensstandard und der Kosovo sein werden.
Vučić werd versuchen, sich als jemand zu präsentieren, der sich um die Wähler kümmert, indem er ihnen Preisnachlässe und Preiskontrolle verspricht und über Straßenbau, Infrastrukturprojekte, Investitionen und Ähnliches spricht.
Was die Opposition betrifft, so werde und sollte wohl der Lebensstandard im Mittelpunkt ihrer Kampagne stehen, da die Inflation hoch ist, so Stojanović.
In der Kosovo-Frage werde sich Vučić seinen Wählern gegenüber als primärer und einziger Beschützer der ethnischen Serben im Kosovo präsentieren müssen, unabhängig von dem von der EU unterstützten Dialog, der auf die Anerkennung der Unabhängigkeit des Kosovo drängt.
Der Schwerpunkt seiner Kampagne, so Stojanović, werde sich auf die Opposition konzentrieren. Dazu gehöre auch die Behauptung, dass sie den Kosovo verkaufen und verraten würde und dass sie mit dem kosovarischen Premierminister Albin Kurti unter einer Decke stecke.
Stojanović sagt, er wisse nicht, wie die Wahl ausgehen werde. Jemand, der sich seines Sieges nicht sicher sei, würde jedoch fast drei Jahre vor dem Ende des Mandats nicht zur Wahl gehen, so der Politikwissenschaftler.
[Bearbeitet von Kjeld Neubert]