Russisches Flugzeug fliegt über Bulgarien nach Belgrad
Ein russisches Passagierflugzeug vom Typ Iljuschin-Il-96-300 ist am Sonntagmorgen von Sotschi über Bulgarien nach Belgrad geflogen, obwohl das Land seinen Luftraum im Februar für russische Flugzeuge geschlossen hat.
Ein russisches Passagierflugzeug vom Typ Iljuschin-Il-96-300 ist am Sonntagmorgen von Sotschi über Bulgarien nach Belgrad geflogen, obwohl das Land seinen Luftraum im Februar für russische Flugzeuge geschlossen hat.
Der Redakteur des Portals TangoSix, Petar Vojinović, erklärte gegenüber dem Fernsehsender N1, dass die EU trotz der Sanktionen die Möglichkeit offen gelassen habe, Flüge aus humanitären und bestimmten diplomatischen Gründen durchzuführen.
Nach den auf der Website flightradar24.com veröffentlichten Daten ist das Flugzeug gegen 8 Uhr in Sotschi gestartet und gegen 9:30 Uhr auf dem Belgrader Flughafen gelandet.
Auf der Website des Belgrader Flughafens Nikola Tesla, auf dem das russische Flugzeug gelandet ist, gibt es keine Informationen über diesen Flug. Auf Instagram wurden jedoch Fotos des Flugzeugs auf der Landebahn des Flughafens Belgrad gepostet.
Laut flightradar24 hob das Flugzeug gegen 13:30 Uhr vom Belgrader Flughafen ab.
Laut den online verfügbaren Daten werden solche Flüge seit Beginn des Krieges in der Ukraine durchgeführt. Serbien ist eines der wenigen europäischen Länder, die noch Luftverkehr mit Russland unterhalten. An Bord sollen russische Diplomaten gewesen sein, die in ihren Dienstländern zur Persona non grata erklärt worden waren.
Laut Flightradar24 flog das gleiche Flugzeug am 17. April von Moskau nach Kopenhagen, aber die Piloten vermieden es damals, Länder zu überfliegen, die ihren Luftraum für Russland gesperrt hatten.
Serbien hat sich den EU-Sanktionen gegen Russland bisher nicht angeschlossen und sich geweigert, sie zu unterstützen. Auch Präsident Aleksander Vucic hat die Invasion in der Ukraine nicht verurteilt.
In den letzten zwei Monaten fanden auch in der Hauptstadt Belgrad mehrere russlandfreundliche Demonstrationen statt.