Russischer Propagandist spricht baltischen Staaten Existenzberechtigung ab

Der russische Propagandist Wladimir Solowjow griff in seiner Fernsehsendung auf dem Sender Rossija-1 die westlichen Länder an, die die Ukraine mit Waffen versorgen. Er drohte insbesondere den baltischen Staaten.

LRT.lt/en
St. Petersburg International Economic Forum
"Wir haben ihnen das Recht gegeben, zu existieren. Das bedeutet, dass wir ihnen das sofort wegnehmen müssen", sagte der russische Propagandist Wladimir Solowjow [EPA/ALEXANDER SHCHERBAK]

Der russische Propagandist Wladimir Solowjow griff in seiner Fernsehsendung auf dem Sender Rossija-1 die westlichen Länder an, die die Ukraine mit Waffen versorgen. Er drohte insbesondere den baltischen Staaten.

Er äußerte sich auch zu Äußerungen des litauischen Präsidenten Gitanas Nausėda, wonach Vilnius der Ukraine im vergangenen Jahr 660 Millionen Euro an Hilfe zur Verfügung gestellt hat und dies auch in diesem Jahr tun wird. In einem Interview mit LRT forderte Nausėda die NATO auf, die „roten Linien“ zu überschreiten und der Ukraine mehr Militärhilfe, einschließlich Kampfjets, zu gewähren.

Solowjow drohte daraufhin Litauen, sowie den restlichen baltischen Staaten.

„Wir haben ihnen das Recht gegeben, zu existieren. Das bedeutet, dass wir ihnen das sofort wegnehmen müssen. Diese Länder konnten mit der Unabhängigkeit nicht umgehen, sie haben uns nicht besiegt. Als Geste des guten Willens haben wir ihnen die Unabhängigkeit geschenkt. Aus irgendeinem Grund sind sie jetzt unsere Feinde, die absichtlich die Zerstörung unserer Nation, unserer Kultur und unseres Volkes fordern. Warum dulden wir ihre Existenz?“ fragte Solowjow in seinem Programm.

Am Dienstag reagierte auch Kreml-Sprecher Dmitri Peskow auf die Worte Nausėdas.

„Generell sehen wir eine äußerst aggressive Haltung von Vertretern der baltischen Länder und Polens. Sie sind offenbar bereit, alles zu tun, um eine weitere Konfrontation zu provozieren, ohne sich um die Folgen zu kümmern“, sagte Peskow, wie die russische Nachrichtenagentur RIA zitiert.

Bereits im Juni hatte Solowjow in seiner Sendung behauptet, Russland sei zu einer Konfrontation mit der NATO bereit. Er forderte ein härteres Vorgehen gegen die Ukraine und drohte in seinen Sendungen mit Atomschlägen, obwohl der Kreml diese Möglichkeit öffentlich zurückgewiesen hat.