Rumänische Präsidententochter in Cannabisskandal verwickelt [DE]

Elena Basescu, die Tochter des rumänischen Präsidenten Train Basescu und Kandidatin für die Wahl zum Europäischen Parlament verursachte letzte Woche einen Aufschrei, nachdem sie sagte, dass sie für die Legalisierung von weichen Drogen wie Cannabis sei. EURACTIV Rumänien berichtet. 

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Elena Basescu, die Tochter des rumänischen Präsidenten Train Basescu und Kandidatin für die Wahl zum Europäischen Parlament verursachte letzte Woche einen Aufschrei, nachdem sie sagte, dass sie für die Legalisierung von weichen Drogen wie Cannabis sei. EURACTIV Rumänien berichtet. 

Elena Basescu, ein 28-jähriges Model, dass als unabhängige Kandidatin antreten wird, sagte in dem Fernsehprogramm ‚Hard Talk’ auf dem Sender Antena 2, dass wenn sie in das Europäische Parlament gewählt würde, sie sich für die Legalisierung von weichen Drogen wie Cannabis einsetzen möchte. 

Basescu sagte, dass sie für ein Jahr in den USA studiert hatte und dass nach ihren Worten Drogen auf dem Campus dort ‚legal’ gewesen seien. 

Die Erklärungen, die am 28. Mai gemacht wurden, wurden von der gesamten rumänischen Presse widergespiegelt und riefen Erinnerungen an einen früheren Zwischenfall hervor, in dem Basescu eine Zeitung verklagte, die behauptete, sie habe Drogen genommen. Sie wies die Anschuldigungen von sich und gewann letztendlich ihren Fall. 

Am Tag nach der Hard Talk-Show machte Basescu neue Aussagen, bei denen sie ihre vorherigen Kommentare leugnete. Dieses Mal sagte die Präsidententochter, dass Drogen in ihrem Land nicht legalisiert werden sollten, egal ob sie als weiche Drogen eingestuft würden oder nicht und unabhängig davon, ob diese zur Abhängigkeit führten oder nicht. 

Die rumänische Sozialdemokratische Partei (PSD) nutzte die Gelegenheit zu einer Attacke auf die Präsidententochter.

Die Erklärungen von Elena Basescu im Bezug auf die Legalisierung von weichen Drogen erinnern an die Ausrutscher ihres Vaters, der im Jahr 2004 behauptete, dass jeder fünfte Rumäne homosexuell sei, so ein Pressesprecher gegenüber EURACTIV. 

Er beschrieb die Erklärung als ‚unvernünftig’ und erinnerte daran, dass weiche Drogen in allen EU-Staaten verboten seien, sogar in den Niederlanden, wo Cannabis in so genannten ‚Coffee Shops’ toleriert wird. 

Die PSD repräsentiert eine Hälfte der Regierungskoalition mit der demokratischen liberalen Partei (PDL), einer Fraktion die dem Präsidenten Basescu nahesteht. Trotzdem sind die beiden Partner auch Rivalen, da die PDL zur mitte-rechtsgerichteten EVP zählt und die PSD ein Mitglied der Partei der europäischen Sozialisten (PSE) ist. 

Umfragen zeigen, dass die zwei Parteien sich ein Kopf-an-Kopf Rennen bei den am Sonntag anstehenden Europawahlen liefern werden, und beide etwa 30 Prozent erreichen sollen. 

Dieselbe Umfrage beweist, dass um das Abschneiden von Elena Basescu große Unsicherheit herrscht. Die Präsidententochter versuchte zuvor ihre politische Karriere in der Jugendorganisation der Partei ihres Vaters zu starten (EURACTIV 27. Februar 2009). Nachdem sie für diesen Schritt kritisiert wurde, versuchte sie als  unabhängige Kandidatin anzutreten und bekam 200 000 Unterschriften zusammen, um ihre Kandidatur zu unterstützen und gewann schließlich breiten Rückhalt von der PDL.