Rumänien: Gefälschte Social-Media-Accounts im Wahlkampf
Im Zuge der laufenden Präsidentschafts- und Parlamentswahlkampagnen in Rumänien werden gefälschte Social-Media-Accounts eingesetzt. Diese Accounts dienen dazu, die Popularität bestimmter Kandidaten künstlich zu steigern und Inhalte zu verbreiten, die gegen ihre Konkurrenten gerichtet sind.
Im Zuge der laufenden Präsidentschafts- und Parlamentswahlkampagnen in Rumänien werden gefälschte Social-Media-Accounts eingesetzt. Diese Accounts dienen dazu, die Popularität bestimmter Kandidaten künstlich zu steigern und Inhalte zu verbreiten, die gegen ihre Konkurrenten gerichtet sind.
Liberaler Parlamentarier, hatten eine Anfrage an den rumänischen Geheimdienst (SRI) gestellt, zur Aufklärung über jüngste öffentliche Informationen über eine mögliche ausländische Einmischung in den Wahlprozess in Rumänien und die mögliche Nutzung von Trollfarmen durch einige Präsidentschaftskandidaten baten. Daraufhin veröffentlichte der Geheimdienst am Dienstag (12. November) einen Bericht.
Laut diesem Bericht werden die gefälschten Accounts, die in diesem Jahr erstellt und aktiviert wurden, dazu genutzt, Nachrichten zu verbreiten, die gegnerische Kandidaten diskreditieren. Der Geheimdienst kam jedoch zu dem Schluss, dass diese Aktivitäten in ihrem Umfang und ihrer Wirkung begrenzt sind und keine Bedrohung für die nationale Sicherheit darstellen.
Digitalisierungsminister Bogdan Ivan gab am Montagabend (11. November) im Fernsehen bekannt, dass „Hunderte oder sogar Tausende von Accounts“ auf großen Plattformen nach Beschwerden über Wahlbeeinflussung geschlossen wurden.
„Dutzende weitere Untersuchungen sind im Gange“, um diese gefälschten Accounts und Netzwerke zu schließen, ergänzte Ivan. Die Ergebnisse werden an die Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet.
Der Digitalisierungsminister lehnte es ab, die Kandidaten zu nennen, die angeblich solche Bot- oder Trollfarmen nutzen. Dazu verwies er auf eine laufende strafrechtliche Untersuchung zu „Aktivitäten organisierter krimineller Gruppen, unbefugtem Zugriff auf Computersysteme, Betrug und der Verbreitung falscher Informationen“.
Die Nachrichtendienste stellten außerdem fest, dass bisher keine „Propaganda- oder Desinformationskampagnen, die von externen Akteuren, die Rumänien feindlich gesinnt sind, organisiert wurden“, identifiziert worden seien.
Ministerpräsident Marcel Ciolacu sagte am Montag (11. November) zudem, dass er keine Informationen über eine Beteiligung Russlands an der Kampagne habe. Er sei zuversichtlich, dass er und der rumänische Präsident davon erfahren würden, falls solche Informationen existieren sollten.
[Bearbeitet von Jeremias Lin]