Ribera wird wohl spanische EU-Kommissarin
Die spanische Ministerin für den ökologischen Wandel, Teresa Ribera, wurde als Spitzenkandidatin der sozialistische Partei PSOE für die Europawahlen nominiert. Sie wird danach voraussichtlich Kommissarin werden.
Die spanische Ministerin für den ökologischen Wandel, Teresa Ribera, wurde als Spitzenkandidatin der sozialistische Partei PSOE für die Europawahlen nominiert. Sie wird danach voraussichtlich Kommissarin werden.
Der Chefdiplomat der EU, Josep Borrell, wurde 2019 Kommissar, nachdem er die spanische sozialistische PSOE in die Europawahlen geführt hatte. Nun möchte die erfahrene Ministerin Teresa Ribera dasselbe tun, nachdem sie von ihrer Partei nominiert wurde.
„Es ist mir eine Ehre, als Spitzenkandidatin der PSOE für das Europäische Parlament vorgeschlagen zu werden und damit in die Fußstapfen von Josep Borrell zu treten“, schrieb sie auf X.
Der Ausschuss der Partei wird die Liste am Samstag (27. April) offiziell annehmen.
Ribera ist vor allem für ihr Engagement für den Green Deal bekannt, mit der die EU versucht ihren Teil im Kampf gegen den Klimawandel zu leisten.
Ihre Partei betonte, dass mit Riberas Nominierung „die spanischen Sozialisten ihre Verpflichtung bekräftigen, die Energiewende in Europa anzuführen.“
Als hochrangige Politikerin aus einem großen Mitgliedstaat wie Spanien ist Ribera wahrscheinlich sehr daran interessiert, einen der derzeit sieben kurzfristig verfügbaren Posten als Vizepräsidentin der Kommission zu übernehmen. In Anbetracht ihres Hintergrunds und ihrer derzeitigen Rolle wird erwartet, dass das Ressort Energie und Umwelt ihre erste Wahl sein wird.
Weitere Informationen werden bei einem Pressetermin am Donnerstag in Berlin erwartet.
Die spanische Ministerin hat gute Verbindungen zu ihren europäischen Kollegen, die sich während der europäischen Energiekrise getroffen haben. Sie wird von den Mittelmeerstaaten unterstützt, kann aber auch Verbindungen zu Wien und Berlin vorweisen, Verbündeten, die erneuerbare Energien gegenüber der Atomkraft bevorzugen.
Sie erklärte, ein erneuerbares Energiesystem sei „ein Weg, um ein stolzes Europa aufzubauen […], um unsere Wirtschaft zu modernisieren, um die bestehende Industrie zu reindustrialisieren oder zu modernisieren, um soziale Unterschiede zu verringern [und] um gegen Ungleichheiten zu arbeiten.“
[Bearbeitet von Alice Taylor]