Religiöse Führungskräfte moslemischen und jüdischen Glaubens vereinen sich für den Frieden

150 Rabbiner und Imame aus der ganzen Welt sind am 3. Januar zu einer dreitägigen Konferenz in Brüssel zusammengekommen, auf der sie religiös motivierte Gewalt verurteilten. 

150 Rabbiner und Imame aus der ganzen Welt sind am 3. Januar zu
einer dreitägigen Konferenz in Brüssel zusammengekommen, auf der
sie religiös motivierte Gewalt verurteilten. 

Religiöse Führungskräfte moslemischen und jüdischen Glaubens
sowie christliche Geistliche aus aller Welt sind am 3. Januar im
Egmont Palace in Brüssel zum ersten Weltkongress von Imamen und
Rabbiner für Frieden zusammengekommen. Die Konferenz fand unter der
Schirmherrschaft von ‚Hommes de Parole’, einer Friedensorganisation
mit Sitz in Paris, statt. Die Konferenz bot den religiösen
Führern die Gelegenheit, religiös motivierte Gewalt gemeinsam zu
verurteilen. Die Teilnehmer verpflichteten sich, gegen religiös
motivierte Gewalttaten die Stimme zu erheben, damit ihr Schweigen
nicht als Legitimierung solcher Handlungen verstanden werden
könne.

Das Ziel des Kongresses, der auch von Friedensorganisationen,
religiösen Einrichtungen und der Europäischen Union unterstützt
wurde, bestand darin, einen interreligiösen Dialog zwischen dem
islamischen und jüdischen Glauben herzustellen und
gemeinsame gezielte Maßnahmen für die friedliche
Lösung von Konflikten zu erarbeiten. Der Kongress wurde
ebenfalls von Romani Prodi unterstützt, der während seiner Amtszeit
als Präsident der Europäischen Kommission Maßnahmen der EU gegen
Antisemitismus in Europa gefordert hatte.

Zum Abschluss der dreitägigen Konferenz wurde eine Erklärung
unterzeichnet, in der das Engagement des Kongresses, „sich für die
Beendigung des Blutvergießens und der Anschläge gegen unschuldige
Menschen, die gegen das vom Allmächtigen verliehene Recht auf Leben
und Würde verstoßen, einzusetzen“, bekräftigt wurde.