Rekordzahl von Finnen befürwortet Kernenergie für die grüne Wende
Eine neue, von Finnish Energy in Auftrag gegebene Umfrage hat ergeben, dass eine Rekordzahl von Finnen die Kernenergie befürwortet und als Hauptgrund die Bekämpfung des Klimawandels angibt.
Eine neue, von Finnish Energy in Auftrag gegebene Umfrage hat ergeben, dass eine Rekordzahl von Finnen die Kernenergie befürwortet und als Hauptgrund die Bekämpfung des Klimawandels angibt.
Laut der im April durchgeführten und am Montag (16. Mai) veröffentlichten Umfrage sprachen sich rund 60 Prozent der Befragten für die Kernenergie aus, während nur 11 Prozent sie ablehnten.
Die Unterstützung für die Kernenergie wird seit 1983 kontinuierlich gemessen, und die Popularität der Energiequelle hat den höchsten Stand seit der ersten Veröffentlichung der Umfrage erreicht.
Der Grund für die zunehmende Beliebtheit der Kernenergie liegt in der Notwendigkeit, das Energiesystem schnell umzugestalten, indem fossile Brennstoffe im Verkehr, beim Heizen und in anderen Bereichen ersetzt werden.
Der Anteil erneuerbarer und nuklearer Energiequellen an der finnischen Stromerzeugung lag im Jahr 2021 bei 87 Prozent. Es wird erwartet, dass dieser Anteil bis 2023 auf über 90 Prozent steigen wird. Der neue Reaktor Olkiluoto 3 spielt bei diesem Übergang eine wichtige Rolle.
Auch die vorgeschlagene Lösung für die Entsorgung der abgebrannten Brennelemente, die 430 Meter tief im Boden vergraben werden sollen, dürfte die Popularität der Kernenergie weiter steigern.
Dabei sollen die abgebrannten Brennelemente durch Sicherheitslösungen, so genannte Freisetzungsbarrieren, von der biologischen Außenwelt isoliert werden, so dass sie nicht mit der Umwelt oder den Menschen in Kontakt kommen können.
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Unterdessen wünschen sich 76 Prozent der Finnen einen Stopp der russischen Energieimporte, selbst wenn dadurch die Preise steigen, wie eine weitere am Montag (16. Mai) veröffentlichte und von Greenpeace in Auftrag gegebene Umfrage ergab.
Von denjenigen, die sich für einen Stopp der russischen Importe aussprachen, hatten 90 Prozent einen Hochschulabschluss, während nur 20 Prozent in der Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen einen solchen Schritt befürworteten.