Rechter Erfolg: Österreichs FPÖ verdreifacht ihr Ergebnis bei Wiener Landtagswahlen

Die rechtspopulistische Freiheitliche Partei Österreichs setzte bei den Wiener Landtagswahlen am Sonntag ihren Marsch gegen das politische Establishment des Landes fort.  Die Rechtsaußen-Partei verdreifachte ihr Ergebnis fast und landete auf dem zweiten Platz hinter den regierenden Sozialdemokraten.

EURACTIV.com
epa11942964 Leader of the right-wing Austrian Freedom Party (FPOe) Herbert Kickl (R) attends the party’s traditional political Ash Wednesday meeting in Ried im Innkreis, Austria, 05 March 2025.  EPA-EFE/MAX SLOVENCIK
Die Freiheitliche Partei (FPÖ), die bei den österreichischen Nationalratswahlen im September den ersten Platz belegte, aber aufgrund ihrer extremen Positionen von den anderen Parteien aus einer Koalition ausgeschlossen wurde, hat ersten Hochrechnungen zufolge mehr als 20 Prozent der Stimmen erhalten. [EPA-EFE/MAX SLOVENCIK]

Die rechtspopulistische Freiheitliche Partei Österreichs setzte bei den Wiener Landtagswahlen am Sonntag ihren Marsch gegen das politische Establishment des Landes fort.  Die Rechtsaußen-Partei verdreifachte ihr Ergebnis fast und landete auf dem zweiten Platz hinter den regierenden Sozialdemokraten.

Das Ergebnis zeigt, dass die Anziehungskraft der extremen Rechten, die in einer unerbittlichen Kampagne die Regierungsparteien wegen ihrer Migrationspolitik unter Beschuss genommen hat, stärker denn je ist, selbst in einer kosmopolitischen Stadt wie Wien.

Die Freiheitliche Partei (FPÖ), die bei den österreichischen Nationalratswahlen im September den ersten Platz belegte, aber aufgrund ihrer extremen Positionen von den anderen Parteien aus einer Koalition ausgeschlossen wurde, hat ersten Hochrechnungen zufolge mehr als 20 Prozent der Stimmen erhalten.

Die Sozialdemokraten, die Wien seit 1945 ununterbrochen regiert haben, erhielten 39 Prozent der Stimmen, etwas weniger als 2020, aber mehr als genug, um die Kontrolle über das Bürgermeisteramt in der österreichischen Hauptstadt zu behalten.

Obwohl das Ergebnis nicht das beste Ergebnis der FPÖ in Wien ist – 2015 gewann sie 30 Prozent – unterstreicht das gute Abschneiden der Partei ihre Fähigkeit, sich von Skandalen zu erholen. Im Jahr 2020 erreichte die Partei nur sieben Prozent, nachdem der weitreichende Ibiza-Skandal zum Rücktritt des damaligen Parteivorsitzenden Heinz-Christian Strache geführt hatte.

Größter Verlierer der Wahl war die konservative ÖVP, die den Hochrechnungen zufolge mehr als die Hälfte ihrer Stimmen verlor und mit nur 9,6 Prozent auf dem fünften Platz landete. Sollte sich das Ergebnis bestätigen, wäre es eines der schlechtesten, das die Partei je erreicht hat.

Die liberalen NEOS, derzeit Juniorpartner der Sozialdemokraten in der Stadt, erzielten mit fast zehn Prozent ihr bisher bestes Ergebnis in Wien.